5 Fehler, die Sie in Ihrer Pressemitteilung unbedingt vermeiden sollten

5 Fehler, die Sie in Ihrer Pressemitteilung unbedingt vermeiden sollten

PR-Profis wissen, dass auch etablierte Tools und Taktiken sich weiterentwickeln. Noch in den 90er Jahren war das Faxgerät im regelmäßigen Gebrauch. Heute sind diese Zeiten längst vorbei.

Trotz aller Veränderungen im Branchenumfeld und der Nutzung neuer Technologien bleibt eine Kernkompetenz heute noch genauso relevant wie gestern: Pressemitteilungen richtig zu verfassen.

Damit Sie von der Verbreitung Ihrer Story möglichst profitieren können, gilt es, einige wesentliche Fehler zu vermeiden.

Wir haben für Sie 5 häufige Fehler bei Pressemitteilungen herausgestellt und geben Tipps, wie Sie es stattdessen besser machen können:

Fehler Nr. 1: Sie ignorieren Ihre Zielgruppe

Die Studie „Exzellenz in der Unternehmenskommunikation 2014“ der Hamburger Agentur Faktenkontor zeigt, was Topkommunikatoren unter anderem so erfolgreich macht: 40% von ihnen beobachten alle unternehmensrelevanten Interessengruppen, wohingegen nur 26% von durchschnittlichen PRlern alle Stakeholder berücksichtigen. Achten Sie also darauf, relevante Zielgruppen genau zu definieren und auch branchenrelevante Interessengruppen nicht zu vernachlässigen.

Hat ein Unternehmen ein neues Produkt lanciert oder ein wichtiges Ziel erreicht, wird das Team die Neuigkeit möglichst laut und weit verbreiten wollen. So verlockend es aber auch sein mag, den kompletten Text in Großbuchstaben oder mit ausführlichen Zitaten zu schreiben, so sollten Sie es doch eher vermeiden, zu aufdringlich zu sein.

Viel eher empfiehlt es sich, im neutralen Ton und in der dritten Person zu schreiben. So bleiben Journalisten und potentielle Kunden länger interessiert.

Richten Sie sich auch sprachlich nach Ihrer Zielgruppe. Produktspezifische Fachausdrücke oder interne Bezeichnungen und Abkürzungen sind in einer Pressemitteilung unpassend und wenig effektiv. Umgekehrt sollten Sie sich nicht auf Kosten Ihrer Authentizität im Ton verstellen.

Fehler Nr. 2: Der Anfang Ihrer Pressemitteilung ist zu allgemein gehalten

Eine Pressemitteilung, die mit einer ausführlichen Einführung in Ihre Unternehmensgeschichte beginnt, motiviert Journalisten nicht zum Weiterlesen. Ihre Leser sollten nicht lange nach den wichtigsten Informationen suchen müssen.

Journalisten haben täglich mit überfüllten E-Mail-Postfächern und zahlreichen Anfragen zu tun. Laut der Cision Social Journalism-Studie wünschen sich Journalisten weniger Kontakt per E-Mail (-3%) und mehr Kontakt über soziale Medien, Nachrichtendienste oder persönliche Gespräche. Je mehr Sie Ihre Pressemitteilung also auf das Wesentliche konzentrieren, umso wahrscheinlicher ist es, dass ein Journalist sie liest.

Je länger Sie brauchen, um die fünf W-Fragen (Wer, Was, Wo, Wann und Warum) Ihrer Mitteilung zu beantworten, desto unwirksamer wird sie.

Zwar werden Ihre Leser wahrscheinlich wissen wollen, wo der Hauptsitz Ihrer Firma liegt, aber wirklich wichtig sind die neuen Informationen und Ihre Kernbotschaft. Ihre Unternehmensgeschichte sollten Sie eher in einer abschließenden Boilerplate teilen.

Fehler Nr. 3: Ihre Pressemitteilung enthält unnötige Details

Wenn Ihnen jemand eine 3.000 Wörter lange Pressemitteilung schicken würde, würden Sie diese von Anfang bis Ende lesen? Wahrscheinlich eher nicht. Weniger ist mehr – vor allem in der schnelllebigen digitalen Welt.

Laut einer Ecco-Umfrage zum Thema „Wie wünschen sich Journalisten die ideale Pressemitteilung?“ bevorzugen Journalisten die deutliche Bezeichnung von Pressemitteilungen in der Betreffzeile von E-Mails. Auch hier geht es darum, Ihre Nachricht klar zu kennzeichnen und sofort erkennbar zu machen.

Stellen Sie sich den Aufbau Ihrer Pressemitteilung als Pyramidenstruktur vor. Beginnen Sie zunächst an der Spitze mit den genauen Einzelheiten Ihrer Kernbotschaft, gefolgt von einem Hauptteil mit soliden Zitaten Ihres Pressesprechers. Beschreiben Sie schließlich in Form einer Boilerplate, welchen Stellenwert Ihr Unternehmen in Ihrer Branche einnimmt. Bei Bedarf können Sie Ihre Leser anschließend auf die Unternehmenswebseite verweisen.

Fehler Nr. 4: Sie fügen keine Links in Ihre Pressemitteilung ein

Es ergibt wenig Sinn, die Einführung eines neuen Produktes anzukündigen, wenn darauf kein Link folgt, unter dem das Produkt angeboten wird.

Verlinken Sie daher einen oder zwei Begriffe, die mit Ihrem Unternehmen in Verbindung stehen, und lenken Sie dadurch Traffic zurück auf Ihre Webseite. Vermeiden Sie es jedoch, durch übermäßig viele Verlinkungen zu werberisch zu klingen. Setzen Sie nicht mehr als einen Link je 150 Wörter.

Prüfen Sie sorgfältig die Korrektheit und Funktionalität Ihrer URLs, bevor Sie Ihre Pressemitteilung versenden.

Fehler Nr. 5: Ihre Pressemeldung enthält keine Kontaktinformationen

Wenn Sie vergessen, aktuelle Kontaktinformationen einzubinden, geht Ihnen damit aller Voraussicht nach die Chance verloren, dass in den Medien über Sie berichtet wird. Wer nur die zentrale Rufnummer des Unternehmens angibt, begeht ebenfalls einen großen Fehler.

Geben Sie zusammen mit Ihrer Pressemitteilung eine ausgewählte Kontaktperson an, die Anfragen annehmen und bearbeiten kann. Eine klassische Pressemitteilung enthält Namen, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Gerade angesichts der Bedeutung sozialer Medien sollten Sie auch Ihre Social Media-Konten mit einbinden.

Verbreiten Sie effektiv Ihre Pressemitteilungen und erhöhen Sie Ihre Reichweite mit dem Cision Presseversand.

[Bild: Nic McPhee (Creative Commons)]