5 wissenschaftlich belegte Tricks, um Ihre PR deutlich zu verbessern

5 wissenschaftlich belegte Tricks, um Ihre PR deutlich zu verbessern

Dies ist ein Gastbeitrag von John Stevens. Er ist Marketing-Berater, Hosting-Experte und CEO von Hosting Facts. Wenn er nicht gerade Marken zu ihrer PR- und Marketing-Strategie berät, schreibt er Rezensionen über Webhosts.

Wie Ihre Marke in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, ist überlebenswichtig. Durch die weitreichende aktive Nutzung sozialer Medien kann eine Marke heutzutage in Sekunden aufgebaut oder niedergerissen werden.

Glücklicherweise zeigt die Forschung, dass für uns noch Hoffnung besteht: Nach Angaben der Landor Associates können 45 % der Markenwahrnehmung direkt darauf zurückgeführt werden, was die Marke sagt und wie sie es sagt. Wir haben also durchaus Kontrolle über unser eigenes Image.

Dennoch ist es nicht einfach, Influencer dazu zu bringen, Ihre Marke wahrzunehmen oder Ihre Zielgruppe dazu zu motivieren, auf Ihre Botschaft zu reagieren.

Forschungen von Havas Media haben ergeben, dass 55 % der Bevölkerung instinktiv misstrauisch gegenüber Marken sind. Microsoft befragte kürzlich 2.000 Menschen und beobachtete die Gehirnaktivität 112 weiterer Teilnehmer. Dabei wurde festgestellt, dass die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne seit dem Jahr 2000 von zwölf Sekunden auf acht Sekunden gesunken ist – das ist weniger als die eines Goldfisches (neun Sekunden)!

Wenn Sie mit Ihren Kommunikationskampagnen positive Ergebnisse erzielen wollen, müssen Sie smarter arbeiten als jemals zuvor. Wir haben für Sie fünf wissenschaftlich untermauerte Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, mit Ihrer PR mehr Aufmerksamkeit zu erregen.

1. Der Mere-Exposure-Effekt: Machen Sie sich beliebt, indem Sie einfach da sind

Aufgrund der sinkenden Aufmerksamkeitsspanne unserer Zielgruppe wird es immer schwieriger, aufzufallen. Das Kommunikationsprinzip der “7er-Regel” (“the rule of 7“) besagt, dass eine Zielgruppe Ihre Botschaft mindestens sieben Mal gesehen haben muss, bevor sie darauf aufmerksam wird und darauf reagiert.

Die 7er-Regel basiert auf Erkenntnissen der Psychologie zum so genannten Mere-Exposure-Effekt oder auch Familiaritätsprinzip. Es besagt, dass Menschen eine größere Vorliebe für Dinge und andere Menschen entwickeln, je öfter und länger sie ihnen begegnen.

Verdoppeln Sie also Ihre Content Marketing-Aktivitäten. Wenn Sie bereits über einen Blog verfügen, sollten Sie auch einen guten E-Mail-Verteiler haben, Konten auf allen relevanten Social Media-Plattformen eröffnen usw.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, in einer großen Publikation zu erscheinen, zielen Sie lieber auf Serien und wiederkehrende Angebote ab als auf einzelne Beiträge. Auch wenn das in Bezug auf Klicks oder “sofortige” Ergebnisse nicht sehr attraktiv klingen mag, kann es der öffentlichen Wahrnehmung und Beliebtheit Ihrer Marke stark auf die Sprünge helfen.

2. Entwickeln Sie eine PR-Strategie für Mobile-Nutzer

Mobile-PR

Viele Unternehmen wissen nicht einmal, dass eine PR-Strategie für Mobile-Nutzer möglich ist. Doch es wird Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, bevor man von der Konkurrenz überholt wird.

Studien zeigen, dass die Anzahl an mobilen Internetnutzern die Anzahl der Desktop-Nutzer übertroffen hat und dass mobile Endgeräte bis 2017 ganze 68 % des Surfvolumens ausmachen werden.

Gute PR-Profis wissen, dass der Schlüssel zu erfolgreicher Kommunikation darin liegt, dort zu sein, wo auch die Zielgruppe ist. Die Nutzung mobiler Geräte ist eindeutig zu dominant, um noch ignoriert zu werden. Nun sollten Sie auch Ihre PR-Strategie daran anpassen, damit Ihre Zielgruppe Sie immer vor Augen hat.

3. Bleiben Sie durch die Optimierung Ihrer E-Mails im Vorteil

E-Mails sind ein wichtiger Bestandteil von Public Relations. Soziale Medien sind ebenfalls allgegenwärtig, sie werden aber die Kommunikation per E-Mail keinesfalls ersetzen. Ihr Erfolg ist wahrscheinlicher, wenn Sie in Sachen E-Mail auf dem neuesten Stand bleiben.

Eine Studie der USC Viterbi School of Engineering untersuchte das E-Mail-Verhalten von zwei Millionen Nutzern, die insgesamt 16 Milliarden E-Mails im Verlauf einiger Monate verschickten. Ihre Ergebnisse könnten Ihnen helfen, bessere Reaktionen auf Ihre E-Mail-Kampagnen zu ernten:

  • Halten Sie Ihre E-Mails kurz und einfach: Das KISS-Prinzip ist jetzt bei E-Mails wichtiger denn je. Denken Sie daran, dass Aufmerksamkeitsspannen abnehmen und dass jetzt wesentlich mehr andere Dinge um die Aufmerksamkeit Ihrer Leser konkurrieren. Halten Sie Ihre E-Mails immer knapp und klar.
  • Versenden Sie Ihre E-Mails am Morgen: Obwohl die meisten Menschen ihre Mails im Verlauf des Tages bearbeiten, bekommen E-Mails, die während der Arbeitszeit eingehen, statistisch mehr Reaktionen, besonders am Morgen. Zielen Sie bei der Versendung Ihrer E-Mails auf Wochentage und Morgen bzw. Vormittage ab.
  • Fassen Sie nach, wenn Sie nach 48 Stunden keine Antwort erhalten: Laut der Studie werden E-Mails mit 90 %iger Wahrscheinlichkeit innerhalb von 48 Stunden beantwortet. Wenn Sie in dieser Zeit keine Antwort erhalten, werden Sie wahrscheinlich nie eine bekommen. Zeit, sich beim Empfänger zu melden.

4. Personalisierung ist wichtig

Personalize-Message

In einer zunehmend unpersönlichen Welt könnte eine personalisierte Botschaft gut und gerne Ihr Schlüssel zum Erfolg sein. Ob Sie nach Leads suchen oder Ihr Markenimage stärken – Personalisierung macht viel aus. Schlecht oder gar nicht ausgeführte Personalisierung kann Ihrer Marke sogar schaden.

Im Journal of Applied Social Psychology veröffentlichte Studienergebnisse zeigen, dass Kellner, die ihre Gäste persönlich ansprechen, 21 % mehr Trinkgeld erhalten als andere. Eine Studie von Marketing Sherpa stellte außerdem fest, dass Unternehmen durch Personalisierung bis zu 200 % mehr Conversions bekommen. Das trifft zweifellos auch auf die Kommunikation zu.

5. Übernehmen Sie soziale Verantwortung und sprechen Sie darüber

Laut einer Studie sind Kunden an den ethischen Prinzipien von Marken so interessiert, dass 51 % von ihnen aufgrund ethischer Gesichtspunkte aufhören würden, eine Marke zu nutzen, und 84 % bereit sind, mehr für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu bezahlen, die als sozial verantwortlich wahrgenommen wird.

Wenn Ihre Marke sich noch keine Gedanken um soziale Verantwortung und Corporate Social Responsibility gemacht hat, sollten Sie dies jetzt vielleicht tun. Es könnte Ihrem Image einen positiven Schub geben, wenn Sie die Botschaft Ihrer Marke anschließend kommunizieren.