Das Hashtag ist ein wichtiges Kommunikationstool in sozialen Medien. Es ermöglicht, organisiert und analysiert Konversationen, deren Zusammenhänge sonst schwerer erkennbar wären. Hashtags reflektieren den Puls der Zeit, können Themen zu Popularität verhelfen und haben auch schon einige – wenn auch kurzlebige – Berühmtheiten geschaffen. Taucht ein von Ihnen kreiertes Hashtag in den Twitter-Trendboxen auf, hat dies folglich eine große Bedeutung.

Aber wie kommt es, dass so viele Marken und Organisationen das Hashtag falsch einsetzen? Warum verfehlen viele Hashtags ihre intendierte Wirkung? Oder, schlimmer noch, warum geht der Schuss manchmal nach hinten los (#fail)?

Wie die meisten anderen Tools in sozialen Medien sollten Hashtags nur gebraucht werden, wenn es angebracht ist. Sie sollten als Teil einer breiteren Strategie genutzt werden, welche Ihr Branding positiv in Szene setzt. Das hört sich einfach an, aber die sozialen Medien sind voll von Hashtag-Katastrophen, welche Sie auf keinen Fall wiederholen sollten.

Hier finden Sie eine Liste mit Dos and Don’ts für den Einsatz von Hashtags innerhalb von Kampagnen:

1. DO: Recherchieren Sie Ihr Hashtag

Wenn ihre Kampagne ein einzigartiges Hashtag beinhalten und so ihr Storytelling effektiv unterstützen soll, dann recherchieren Sie das Hashtag gründlich. Überprüfen Sie Ihr Hashtag in verschiedenen Variationen (Groß- und Kleinschreibung) sowie in verschiedenen Kombinationen. So reduzieren Sie das Risiko, dass Sinn und Bedeutung verloren gehen.

DON’T: Veröffentlichen Sie nichts ohne Korrekturlesen

Die Verantwortlichen für #susanalbumparty würden sich bestimmt am liebsten selbst ohrfeigen, und #nowthatcherisdead gilt wahrscheinlich noch sehr lange als Negativbeispiel für Marketer bezüglich Hashtags. Was als Tribut für Margaret Thatcher gedacht war (“Now Thatcher is dead”) wurde unverzüglich von tausenden Twitterusern als “Now that Cher is dead” missverstanden. Kurze Zeit später war Twitter voll von Nachruf-Tweets für die Sängerin.

2. DO: Ihre Hashtags müssen Relevanz für Ihre Marke haben

Bemühen Sie sich, ein einzigartiges Hashtag zu kreieren, welches die Grundsätze Ihrer Marke repräsentiert. Machen Sie Ihr Hashtag leicht teilbar und beziehen Sie eine Kurzform Ihres Firmennamens oder einen bekannten Slogan mit ein. Wenn Sie das Hashtag regelmäßig einsetzen und es mit Werbemaßnahmen verbinden, erhöhen sich Ihre Chancen wesentlich Ihre Kampagnenziele – gerade im Sinne eines Follower-Engagements – zu erreichen. Die kanadische Schnellrestaurantkett Tim Horton hatte erst kürzlich einen großartigen Erfolg mit seiner Kampagne #Tims50th.

DON’T: Newsjacking

Newsjacking passiert, wenn jemand versucht auf Top-Trends zum Beispiel auf Twitter oder Facebook aufzuspringen und kommerzielle Botschaften mit aktuellen News-Themen zu verbinden. Das hat zwar für Oreo beim Superbowl gut funktioniert, aber in der Regel wird Newsjacking eher als oberflächlicher Werbeversuch wahrgenommen. Vermeiden Sie es, Ihre Follower mit nicht relevanten Hashtags zu vergraulen.

Hashtag statistic

3. DO: Ein oder zwei Hashtags reichen aus

Konzentrieren Sie sich auf den Kern Ihrer Aussage und unterstützen Sie diesen mit höchstens einem oder zwei Hashtags. So vermeiden Sie eine Verwässerung Ihrer Message und stellen sicher, dass Ihre Aussage auch bei der Zielgruppe ankommt.

DON’T: #Benutzen #Sie #nicht #zu #viele #Hashtags

Die Überbenutzung von Hashtags ist weit verbreitet. Marken denken an die vielen möglichen Kombinationen ihrer Key- und Buzzwords, die User in Suchmaschinen eingeben könnten, und überladen damit ihre Tweets. Abgesehen von der entstehenden Verwirrung seitens der User, gibt es zusätzlich einen nachgewiesenen negativen Effekt auf das Engagement der Zielgruppe.

Herauszufinden, wann, wo und vor allem wie ein Hashtag vielversprechend eingesetzt werden kann, ist gerade im B2B-Bereich sehr schwierig. Wir hoffen, dass Ihnen unsere Dos und Don’ts dabei helfen.

About Falk Rehkopf

Ehem. Geschäftsführer Cision Germany GmbH