Spielend zum Erfolg: Gamification und wie sie funktioniert

Spielend zum Erfolg: Gamification und wie sie funktioniert

Dies ist ein Gastbeitrag von Amy Lipton, Senior Vice President bei Sepaton, Inc. (B2B-Software-Anbieter).

[Pic courtesy O2 Media via news.cision.com]
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Jeden Monat werden Milliarden von Tweets verschickt, es existieren mehr als eine Billion mobile Geräte und über 600 Millionen Gamer spielen online mit- und gegeneinander. Eine der größten Herausforderungen für B2B-Marketer in der heutigen Zeit ist die Integration sich wandelnder Kundenerwartungen und Technologien – die sich zunehmend auf soziale, mobile und ‚always-on’-Medien verlagern – in ihre Marketing-Kampagnen. Marketingstrategien und -taktiken müssen sich daher in diesem Sinne anpassen, um das Engagement-Level der Kunden zu steigern und die gewollten Ergebnisse auch zu erzielen.

Genau hier kommt die so genannte Gamification ins Spiel, also die Anwendung spielerischer Elemente auf spielfremde Situationen. Dem Marktforschungsunternehmen Gartner zufolge werden in diesem Jahr 70% aller Unternehmen mindestens eine „gamifizierte” App herausbringen und ein entsprechender Kundendienst wird genauso wichtig sein wie eine Facebook-Seite. Und doch hatten bis vor kurzem fast 84% aller Marketer nicht geplant, Spiele oder Gamification in ihren Marketing-Mix einzubauen.

Worin genau aber besteht Gamification und wie können auch Sie sie erfolgreich anwenden? Wir haben für Sie fünf Fakten zur Gamification zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen sollen, durch diese Methode bessere Ergebnisse zu erzielen:

Fakt 1: Gamification ist die Anwendung von Spielkonzepten auf Kontexte, die keine Spiele sind – für unsere Zwecke Marketing. Spielerische Elemente, wie zum Beispiel bestimmte Belohnungen, das Gewinnen von Punkten, Preisen oder Online-Pokalen, das Auftauchen in Ranglisten, fördern, wenn erfolgreich, gewollte Aktivitäten, verbessern das Engagement und die Motivation und werden nicht ohne Grund auch im Marketing immer beliebter. Zum Beispiel bin ich seit kurzem Mitglied bei Box, einem cloudbasierten File-Sharing-Service und innerhalb weniger Stunden erhielt ich Feedback zu meinem Engagement-Level, inklusive meiner Anzahl an Downloads, Uploads, Previews und Kommentaren. Somit erhielt ich eine klare Rückmeldung über das Interesse an meinem Content und damit – indirekt – handfeste Informationen über den Wert der angebotenen Dienstleistung.

Fakt 2: Wer sind „Gamer” eigentlich und warum ist dies überhaupt wichtig? Die Antwort mag etwas überraschend sein: 53% aller Gamer in sozialen Medien sind weiblich und 49% sind zwischen 18 und 49 Jahre alt. Sie nutzen soziale Netzwerke, auch mobil, und verbringen sehr viel Zeit online. Mit anderen Worten: nicht nur Millennials und Generation Yler spielen gern online. Spiele machen jedem Spaß – und sie in einen Lern-, Arbeits- oder Marketingprozess zu integrieren, kann dazu beitragen, den Wert einer Marke zu steigern, die Erfahrung im Umgang positiver zu gestalten und so wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, gesteckte Unternehmensziele zu erreichen.

Fakt 3: Warum funktioniert diese Methode? Spiele und spielerische Elemente erhöhen nachweislich das Engagement-Level, verändern Verhaltensmuster und fördern das Erleben von eindrucksvollen und intensiveren Erfahrungen. Die Berücksichtigung dieser Elemente ist ein Muss, damit Ihre PR- und Marketingprojekte messbare Ergebnisse für Ihr Unternehmen liefern. Spiele können sogar dazu beitragen, dass Ihre Zielgruppe komplexe Thematiken schneller und leichter versteht. Während meiner Zeit bei IBM nutzte mein Marketing-Team ein Spiel, um die Fähigkeiten der Mitarbeiter im Projektmanagement mit IBM Innov8 zu verbessern.

Fakt 4: Wer wendet Gamification an? Viele große und kleine Unternehmen integrieren Gamification in ihren Marketing-Mix: Salesforce.com, Deloitte, American Express, Box, Evernote, Ford, Eloqua, USA Network and andere. Viele weitere Firmen aber auch Marken arbeiten derzeit an Gamification-Strategien.

Fakt 5: Der Einstieg ist ganz leicht. Wie bei jeder erfolgreichen Marketingkampagne sollten Sie vorher Ihre Ziele festlegen und verstehen, eine Strategie zum Erreichen dieser Ziele erstellen, die Ergebnisse messen und Teilnehmer belohnen. Es gibt zahlreiche gute Ressourcen, die Ihnen dabei helfen können, darunter SCVNGR, Bunchball, Badgeville und andere. Haben auch Sie viel Spaß mit Spielen!

Amy J. Lipton ist Senior Vice President Marketing bei Sepaton und ist verantwortlich für die Marketingkommunikation, Produkt-Marketing, Presse- und Analystenbeziehungen, interaktive Medien und Social Media-Initiativen.