Pinterest für PR: Wie KMUs die Plattform zur Markenpflege nutzen können

Dies ist ein Gastbeitrag von Mary Mallard, Social Media & Kommunikationsexpertin bei Grasshopper, einem amerikanischen Anbieter für Telefonsysteme. Mallard ist für den rasanten Aufbau von Grasshoppers Präsenz auf Pinterest verantwortlich.

[Image via mkhmarketing]

Nicht selten gehören Kleinunternehmer zu den innovativsten Nutzern sozialer Medien im Netz. Pinterest bietet dafür eine Vielzahl von Möglichkeiten. Als eine der am schnellsten wachsenden Webseiten in der Geschichte produziert Pinterest mehr Traffic als Twitter, LinkedIn, Reddit und Google+ zusammen. Für Unternehmer und deren Marken bedeutet das: Pinterest kann die Gelegenheit sein, die eigene Marke zu promoten und zu stärken. Diese sieben Tools können Ihnen dabei helfen:

Integrieren Sie Pinterest in Ihre eigene Webseite

Pinterest kann auch zur Markenbildung genutzt werden, wenn Sie selbst auf der Plattform keine Inhalte teilen. Für viele KMUs ist dies ein guter Anfang.

1. Erstellen Sie Pinterest-freundlichen Content

Pinterest basiert auf visuell ansprechendem Content. Die besten Pins sind große, schöne Bilder im Hochformat. Platzieren Sie daher auf jeder Ihrer Online-Seiten mindestens ein solches Bild.

Denken Sie daran, dass Bilder ihren Kontext verlieren können, sobald sie außerhalb Ihrer Webseite geteilt werden. Vermeiden Sie daher vage Bilder und posten Sie lieber solche, die den Inhalt Ihrer Seite unterstützen und widerspiegeln. Wenn Sie Sachgüter vertreiben, kommen vor allem hochaufgelöste Bilder in Frage. Handelt es sich um Dienstleistungen oder Software, fügen Sie einen kurzen Text oder auch wenige Wort in das Bild ein, damit Pinterest-Nutzer erkennen, worum es geht.

2. Installieren Sie den “Pin it”-Button

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Der kleine “Pin it”-Button neben dem zu teilenden Content dient für die Besucher Ihrer Seite sowohl als Erinnerung wie auch als Tool. Pinterest bietet einen Widget Builder an, mit dem Sie das Aussehen des Buttons verändern, ihm ein spezifisches Bild zuordnen und eine Standardbeschreibung einstellen können, die erscheint, sobald ein User auf den Button klickt.

Planen Sie Ihre Pins im Voraus

Sind Sie dann soweit und wollen selbst auf Pinterest aktiv werden, sollten Sie sich zunächst eine genaue Strategie überlegen. Bei Pinterest geht es darum, Content aus dem gesamten Internet zu organisieren, daher sollte auch Ihr Profil geordnet und in sich stimmig sein. Legen Sie fest, welche Art von Content Sie sammeln und teilen wollen und bauen Sie Ihre Pinnwände nach klar definierten Themen auf.

3. Keine Angst vor Kreativität

Grundsätzlich können Sie alles pinnen, das mit Ihrem Unternehmen oder Ihrer Marke zu tun hat. Das Pinterest-Profil der Best Western Hotels Deutschland GmbH ist zum Beispiel nach Städten, Reiseaktivitäten und -accessoires sortiert und bietet so Ideen und nützliche Tipps für den Aufenthalt in Deutschland. Überhaupt ist die Hotellerie auf Pinterest gut vertreten. Ein weiteres Beispiel sind Hochzeitsfotografen, die neben der Präsentation ihrer Bilder auch Pinnwände zur gesamten Hochzeitsplanung erstellen und somit das Interesse von Brautpaaren weckt und diese über Brautkleider, Locations, selbstgemachte Hochzeitsdetails und mehr informiert.

Pinterest-Nutzer achten beim Stöbern zwar vor allem auf gute Bilder, beim Pinnen suchen sie aber nach einzigartigem und nützlichem Content. Machen Sie also Ihr Pinterest-Profil zur wertvollen Informationsquelle.

4. Bilden Sie gemeinsame Pinnwände auf Karten ab

Hyperlokales Marketing gewinnt für viele KMUs immer mehr an Bedeutung. Die Karten-Funktion von Pinterest bietet eine weitere Gelegenheit, auf lokaler Ebene Engagement zu fördern. So funktioniert es:

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  • Erstellen Sie eine Pinnwand für Ihre Community. Geben Sie ihr je nach Größe Ihrer lokalen Aktivitäten einen Namen, wie zum Beispiel “Unsere Nachbarschaft” oder “In der Stadt unterwegs”.
  • Setzen Sie im Menü “Pinnwand bearbeiten” den Schalter bei “Eine Karte hinzufügen?” auf Ja.
  • Finden und pinnen Sie Interessantes aus Ihrer Umgebung – zum Beispiel die Lieblingsorte Ihrer Mitarbeiter für die Mittagspause, lokale Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten, usw.
  • Klicken Sie bei jedem Pin auf „Der Karte hinzufügen“ und geben Sie eine Adresse ein. Pinterest fügt dann eine Ortsmarkierung auf der zugehörigen Karte ein.

Positionieren Sie Ihre Marke als aktives Mitglied Ihrer Community und bauen Sie eine Beziehung zu Menschen und Organisationen in der Umgebung auf, bevor diese überhaupt Ihre Produkte oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Seien Sie sozial(er)

Sie werden schnell merken, wie nützlich Pinterest als Ressource für Ihr KMU sein kann. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass es sich hier um ein soziales Netzwerk handelt. Sie werden wesentlich mehr von Ihrem Profil haben, wenn Sie dieses regelmäßig aktualisieren, von anderen Usern pinnen und mit ihnen interagieren. Beginnen Sie auch gern Gespräche über interessante Pins, die sie selbst im Netz finden.

5. Verknüpfen Sie Ihre sozialen Netzwerke miteinander

Zusammen funktionieren soziale Medien besser als allein. Über die Einstellungen im Pinterest-Profil können Sie eine Verknüpfung zu Ihren Konten bei Facebook, Twitter und Google+ herstellen und dadurch ganz einfache Crosspromotion betreiben. Facebook und Google+ bieten nicht den Raum für die Art und Vielfalt der Ressourcen, die Sie auf Pinterest zusammenstellen können, und bei Twitter geraten Inhalte schneller in Vergessenheit. Jedes dieser sozialen Medien kann aber auf seine Weise nützlich sein, um Content zu teilen und zu verbreiten.

6. Pinnwände teilen

Sie können Ihre Pinnwände teilen und andere Nutzer dazu einladen, bestimmten Pinnwänden Content hinzuzufügen. Dies ist eine gute Option, wenn man nicht selbst die Zeit hat, das Pinterest-Profil regelmäßig zu aktualisieren, denn diese Aufgabe übernehmen dann Andere.

Aber Vorsicht: auf keinen Fall sollte man Pinnwände einfach teilen und sie dann sich selbst überlassen. Nehmen Sie sich genug Zeit, um die Pinnwände zu beobachten und zu moderieren, um zum Beispiel auf unpassende Pins zu reagieren. Teilen Sie aus diesem Grund auch nur Pinnwände mit Personen, denen Sie vertrauen.

Hier eine Auswahl an Personen, die Sie zum Pinnen einladen könnten:

  • Mitarbeiter – Jeder Ihrer Mitarbeiter hat spezielle Interessen und Fachkompetenzen. Nutzen Sie diese, um das Unternehmensprofil aufzubauen, indem Sie sie dazu einladen, sich an gemeinsamen Pinnwänden zu beteiligen. So müssen Sie auch die Zugangsdaten Ihres Unternehmensprofils nicht mit allen teilen.
  • Lokale Partner – Fans oder Unternehmen aus Ihrer Umgebung können ebenfalls an einer gemeinsamen Pinnwand mitwirken. Dies bringt zwar etwas Eigenwerbung mit sich, aber solange der Content relevant und wertvoll bleibt, ist das in Ordnung.
  • Die Konkurrenz – Oftmals stößt es auf Begeisterung, wenn Konkurrenten sich zusammenschließen, um ein gemeinnütziges Ziel zu erreichen. Wenn Sie zum Beispiel eine Bäckerei betreiben und auf Pinterest Kuchenrezepte verbreiten, sollten Sie andere Bäckereien in der Stadt dazu einladen, an der Pinnwand mitzuwirken.

Geteilte Pinnwände erscheinen auf den Profilen von allen, die darauf posten können – jedoch behalten Sie als Administrator selbst die Kontrolle über die Pinnwand. Wenn jemand etwas postet, das dort nicht hingehört, können Sie es mit ein paar Klicks wieder löschen.

7. Folgen Sie anderen KMUs, Kunden und Freunden

Es lohnt sich, anderen Unternehmen zu folgen – so wissen Sie stets, was diese gerade tun. Pinterest-Nutzer werden benachrichtigt, wenn ihnen jemand folgt. Wenn Sie also Anderen folgen, so wird sich schnell herumsprechen, dass Ihr Unternehmen auf Pinterest vertreten ist. Außerdem erhöhen Sie dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass Andere Ihnen wiederum folgen und Ihre Inhalte teilen. Wenn Sie Kunden folgen, können Sie einen besseren Einblick in deren Interessen und Bedürfnisse gewinnen. Zu verstehen, was Ihre Zielgruppe gerne pinnt, ermöglicht es Ihnen, treffenderen pinnbaren Content zu erstellen.

Lassen Sie sich (p)inspirieren

Fangen Sie klein an und nehmen Sie sich etwas Zeit, sich mit Pinterest vertraut zu machen, bevor Sie Andere dazu einladen, Ihr Profil zu besuchen. Klicken Sie sich nach dem Einrichten Ihres Kontos einfach durch die Plattform. Suchbegriffe für Ihre Branche zeigen Ihnen, wie andere KMUs vorgehen, und Ihnen einen guten Eindruck verschaffen, wie Sie Ihr Profil gestalten könnten. Haben Sie sich erst einmal orientiert, können Sie mit den ersten zwei oder drei Themen starten, die Sie sich für Ihr Profil überlegt haben.

So können Sie auf organisierte Weise Ihre Marke als Experte und wertvolle Informationsquelle auf Pinterest positionieren und somit den Traffic auf Ihrer Webseite wesentlich erhöhen.
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