Was kommt zuerst bei Social Media: Strategie oder Praxis?

Was kommt zuerst bei Social Media: Strategie oder Praxis?

Ist eine formulierte Strategie die zwingende Voraussetzung für die taktische Arbeit mit Social Media? Strategen auf der einen und Praktiker auf der anderen Seite debattieren diese Frage seitdem es soziale Medien gibt. Profis empfehlen, die Strategie vor die Praxis zu setzen. Viele Kunden dagegen wollen ihrer Faszination für die verschiedenen Social Media Tools gleich freien Lauf lassen. Wann ist also der ideale Zeitpunkt erreicht, mit Social Media zu arbeiten?

Strategie entspricht einer utopischen Idee; man versucht Kampagnenideen in einen festen Rahmen zu zwängen. Praktiker hingegen versuchen Ideen direkt zum Leben zu erwecken. Doch wenn ein praktischer Ansatz ohne strategische Planung erfolgt, riskieren Sie das Erreichen der Kampagnenziele.

Natürlich wollen wir unsere Kunden von unserer Leistung überzeugen, so dass diese sich für uns entscheiden. So ist die Antwort auf die Frage ‘Strategie oder Praxis?’ am Ende ein Balanceakt.

Hier sind fünf hilfreiche Tipps das Interesse Ihrer Kunden zu bewahren, während Sie eine angemessene Strategie entwickeln.

1. Demonstrieren Sie die Fülle der Möglichkeiten mit sozialen Medien

Beschreiben Sie Ihre Ideen kurz und bündig und fördern Sie den kreativen Austausch mit Ihrem Kunden durch relevante, praktische Beispiele die Ihre Strategie zum Leben erwecken. Da viele Kunden taktische Grundlagen hören wollen, erwähnen Sie ruhig Tools wie Facebook und Twitter. Begründen Sie wie die von Ihnen präsentierten Werkzeuge mit den langfristigen Zielen des Kunden zusammenpassen.

2. ‘Be creative; be collaborative!’

Arbeiten Sie gemeinsam an einer relevanten Aufgabe: Sollten Ihre Kunden mit Social Media vertraut sein, dann geben Sie diesen 15 Minuten um eine Pinterest Pinnwand (Taktik) zusammenzubauen um damit zum Verständnis des großen Ganzen (Strategie) beizutragen. Durch dieses Spielen werden Ihre Kunden die Vorzüge der Strategie verstehen und wie damit die Zielgruppe interaktiv eingebunden werden kann.

3. Hören Sie aktiv zu und beachten Sie auch non-verbale Verhaltensweisen

Beachten Sie verbale sowie non-verbale Signale. Ignorieren Sie es nicht, wenn Kunden nicht begeistert sind sondern gehen Sie damit proaktiv um. Hier ist der erste Schritt sich zu fragen, ob der Kunde vielleicht Recht hat. Versuchen Sie nicht, eine Idee durchzusetzen die nicht begeistert. Konstruktive Kritik hat viele Vorteile und kann – richtig eingesetzt – helfen, Ihre Strategie zu stärken. Wenn Sie ansprechbar sind und Ihre Reaktionsfähigkeit sichtbar demonstrieren, werden Kunden wesentlich enthusiastischer auf Ihre Pläne reagieren.

4. Sehen ist Glauben!

Bereiten Sie sich gründlich vor. Bookmarken Sie eine Handvoll von Webseiten Ihrer Mitbewerber oder anderen Influencern und binden Sie diese in Ihre Pläne ein. Nehmen Sie nicht an, dass Ihre Kunden alles über die jeweilig relevanten Social Media wissen. Zeigen Sie Ihren Kunden gute und schlechte Beispiele der relevanten Peergroup. Untermalen Sie Ihre Präsentation mit Beispielen, welche Ihre Strategie vedeutlichen sowie aufzeigen warum der vorgeschlagene Weg der richtige ist für die Marke des jeweiligen Kunden.

5.
 Seien Sie kritisch 

Gleich nach Ihrer Präsentation sollten Sie mit Ihren Kunden in eine offene und bewertende Diskussion  einsteigen. Geben Sie Ihren Kunden Post-its, damit diese ihre Lieblingsaspekte des jeweiligen Ansatzes herrunterschreiben können. Diese Auseinandersetzung wird helfen Ihre Strategie weiterzuentwickeln. So werden Sie das Meeting entweder mit der Zustimmung des Kunden verlassen oder haben Zeit für erforderliche Veränderungen.

Eine Methodik die Strategie und Praxis integriert ist nicht nur effizient, sondern wird auch die Beziehung zu Ihren Kunden verbessern sowie den gesamten Prozess angenehmer gestalten.