7 PR-Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten

7 PR-Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten

Dies ist ein Gastbeitrag von John Stevens, dem Gründer und CEO von Hosting Facts.

Laut einer Studie von Havas Media misstrauen ganze 55% der Verbraucher Marken grundsätzlich – und diese Zahl steigt stetig an.

Was tun, wenn eine hohe Prozentzahl Ihrer Zielgruppe Ihnen von Natur aus misstraut? Hier gilt es, an Ihrer PR zu feilen. Leider verstehen viele Unternehmen nicht, wie PR eigentlich funktionieren sollte, und brechen daher immer wieder ungeschriebene Gesetze.

Wenn Ihre PR in diesem Jahr erfolgreich sein soll, ist es wichtig, die folgenden Fehler zu vermeiden. Die meisten davon basieren auf Forschungsergebnissen und ihre Beachtung kann Ihnen durchaus große Erfolge einbringen:

Fehler Nr. 1: Sie haben keine PR-Strategie

Wenn Sie in einem Unternehmen fragen, was es in puncto PR unternimmt, sagen viele: “Ich habe einen PR-Experten angeheuert”, “Ich beobachte meine Erwähnungen in sozialen Medien” oder “Ich nehme regelmäßig Kontakt zu den Medien auf, um meine Berichterstattung zu erhöhen.” Das sind alles nützliche und notwendige Tätigkeiten – wenige Unternehmen kümmern sich jedoch um das wichtigste Element: Die PR-Strategie. Tatsächlich sind Statistiken zufolge nur 19% der PR- oder Kommunikationsschaffenden an der Marketing-Planung ihrer Firma beteiligt.

Keine PR-Strategie zu haben gleicht einer vorprogrammierten Katastrophe – vor allem im Jahr 2017. Es ist elementar wichtig, in einer Strategie die Ziele, Aufgaben, Methoden und Krisenkommunikation festzuhalten. Ebenso wichtig ist es, diese Strategie zu dokumentieren. Eine klare, schriftlich festgehaltene Strategie kann in der PR den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen.

Fehler Nr. 2: Sie haben keine Story, die man teilen will

Journalisten werden täglich mit Anfragen von Unternehmen überschwemmt, und das Problem wächst stetig. In einer Welt, in der Journalisten sehr beschäftigt sind und von solchen Anfragen geradezu überwältigt, ist es schwer, aus der Masse hervorzustechen. Das schaffen Sie mit einer Story, die man wirklich teilen will. Eine Befragung von Edelman hat ergeben, dass von 76% aller Journalisten erwartet wird, dass sie sich vor Veröffentlichung einer Story überlegen, ob diese von den Lesern geteilt und dadurch weiterverbreitet werden wird oder nicht.

Keine teilenswerte Story zu haben, resultiert in einer erfolglosen PR-Arbeit. Woher wissen Sie aber, ob Ihre Story geteilt werden wird oder nicht? Hier ein paar Tipps:

  • Engagieren Sie sich für einen wichtigen Zweck und ermutigen Sie Journalisten, Sie von dieser Seite darzustellen.
  • Nehmen Sie Bezug auf ein großes Event oder beteiligen Sie sich daran und pitchen Sie an Journalisten, damit das auch so wahrgenommen wird.
  • Tun Sie etwas, das in Ihrer Nische ungewöhnlich ist (zum Beispiel, indem Sie einen Trend bewusst durchbrechen, eine kalkulierte Kontroverse eröffnen oder Ähnliches) und ermutigen Sie Journalisten, dies zu zeigen.

Fehler Nr. 3: Sie zielen nur auf die großen Fische ab

Wir alle kennen große Namen im Journalismus, von denen wir uns eine (möglichst positive) Berichterstattung über uns wünschen. Wenn wir aber ganz ehrlich sind, müssen wir uns eingestehen, dass genau diese Journalisten sicherlich am Tag von Dutzenden anderer Interessierter angeschrieben werden und die Wahrscheinlichkeit, dass sie über ein bestimmtes Unternehmen schreiben, nicht immer hoch ist. Um an gute Berichterstattung zu kommen, braucht man mehr als nur eine interessante Geschichte. Und wenn Sie sich nur auf die großen Fische konzentrieren, verlieren Sie unter Umständen die Gelegenheit auf mehr Erwähnungen in den Medien.

Der Mitbegründer von Buffer, Leo Widrich, berichtet, dass er anfangs mit weniger bekannten Journalisten zusammenarbeitete.

Überprüfen Sie nochmals Ihre PR-Strategie und achten Sie darauf, auch junge Journalisten anzusprechen – auch diejenigen, die sich noch gar keinen Namen gemacht haben. Zwar sind sie vielleicht noch nicht besonders bekannt, sie haben aber Zugriff auf die gleiche Plattform wie die “großen” Journalisten, bekommen deutlich weniger Anfragen und finden Ihre Story wahrscheinlich interessanter. Wenn Sie erst einmal von diesen Journalisten erwähnt wurden, wird es leichter, von den namhaften Kollegen bemerkt und wiederum erwähnt zu werden.

Fehler Nr. 4: Sie pitchen unpersönlich

Automatisierung ist gut, aber je nachdem, wie Sie damit umgehen, kann sie Ihrer PR mehr schaden als helfen. Viele PRler betreiben Medienarbeit, indem sie Journalisten und Influencer zu einer großen Liste hinzufügen und Massenmails an diese Versandlisten schicken. Das könnte nicht nur illegal sein (Stichwort: Spam!), sondern ist außerdem nicht sehr effektiv.

Viele Journalisten werden Sie nicht beachten, wenn Sie Ihre E-Mails nicht personalisieren. Eine persönliche Ansprache mit Namen kann schon viel bewirken und laut einer Studie können Sie durch die einfache Personalisierung Ihrer E-Mails die Interaktionsrate bereits um 303% steigern.

Fehler Nr. 5: Sie bloggen nicht

Auf den ersten Blick denken Viele nicht sofort ans Bloggen, wenn sie PR hören. Diesen Teil der Kommunikation zu vernachlässigen kann aber ein schwerwiegender Fehler sein. Tatsächlich gibt es Forschungsergebnisse, die besagen, dass Blogs bei der Frage nach Vertrauen in Quellen schon an fünfter Stelle stehen. Ihr Blog ist einer der wenigen Kanäle, über die Sie wirklich die Kontrolle haben. Dadurch haben Sie eine Stimme und können Ihre Interessenten auf dem Laufenden halten. Einen Blog anzufangen ist außerdem gar nicht schwer. Mit Tools wie diesem ist es innerhalb weniger Minuten möglich.

Fehler Nr. 6: Sie ignorieren das KISS-Prinzip

Keep it Simple, Stupid. So lautet ein Prinzip, das Sie 2017 nicht ignorieren sollten. Wenn doch, tun Sie das auf eigene Gefahr.

Forschungen haben ergeben, dass Menschen heutzutage kürzere Aufmerksamkeitsspannen haben als Goldfische und dass diese sich jedes Jahr noch weiter verringert. Mit anderen Worten: Journalisten werden dieses Jahr und in den nächsten Jahren ungeduldiger sein als je zuvor. Obendrein werden sie mit noch mehr Anfragen bombardiert als je zuvor. Dadurch wird die Sache nochmal komplizierter.

Laut einer Studie von Greentarget verwenden 70% aller Journalisten nicht mehr als eine Minute auf jede einzelne E-Mail, die sie öffnen – Sie haben also nur eine Minute, um die Aufmerksamkeit der meisten Journalisten zu packen. Alles, was mehr Zeit in Anspruch nimmt, ist vergeudete Mühe.

Halten Sie Ihre Kommunikation einfach. Fügen Sie Fakten, Highlights und wichtige Stichpunkte hinzu.

Fehler Nr. 7: Sie ignorieren wichtige E-Mail-Regeln

Jede Sekunde werden atemberaubende 2,5 Millionen E-Mails versendet. Journalisten bekommen außerdem wesentlich mehr E-Mails als der Durchschnittsnutzer. Im Ergebnis bedeutet das, dass die Betreffzeile ein entscheidender Faktor ist, der bestimmt, ob Ihre E-Mail geöffnet wird oder nicht.

Wenn Sie nicht an Ihrer E-Mail-Taktik arbeiten, kann das für Ihre PR 2017 fatale Folgen haben.

Um mehr Interaktion für Ihre E-Mails zu gewinnen, arbeiten Sie als erstes an Ihren Betreffzeilen. Bedenken Sie auch, dass Journalisten sehr beschäftigt sind, fassen Sie also nach, wenn Sie nach ein paar Tagen noch nichts gehört haben. Laut einer Studie der USC Viterbi School of Engineering, in der 16 Milliarden E-Mails untersucht wurden, antworten 90% aller Nutzer entweder innerhalb von 48 Stunden auf E-Mails oder nie.

Sie wollen Ihre Medienarbeit aufpolieren und Ihrer PR neuen Schwung verleihen? Fordern Sie jetzt eine kostenlose und unverbindliche Demo unserer Cision PR-Software an:

Vor- und Nachname: *

E-Mail Adresse: *