Cision meets…Florian Bamberg, Redakteur beim deutschen Magazin FINANCE

Cision meets...Florian Bamberg, Redakteur beim deutschen Magazin FINANCE

Cision meets…
Cision trifft sich mit führenden Journalisten, die über ihre alltäglichen Arbeitserfahrungen mit PR-Profis sprechen. Heute unterhalten wir uns mit Florian Bamberg von FINANCE.

Können Sie uns ein wenig über FINANCE erzählen? Was ist die Zielgruppe des Magazins?

FINANCE und FINANCE­ online richten sich an CFOs, aber auch an die gesamte Kapitalmarkt-
Community: M&A-­Berater, Banker, Wirtschaftsanwälte. Auch im Bereich Private Equity sind wir sehr stark vertreten.

Wie sieht Ihr Team aus und was ist Ihre Rolle?

Wir sind eine integrierte Print­- und Online-­Redaktion.­ Das bedeutet, dass jeder für beide Plattformen schreibt. Ich selbst habe das Schwerpunktthema Private Equity. Dazu gehören neben der Berichterstattung über Deals und Branchentrends auch die Moderation von Veranstaltungen, auf denen Investoren sich gegenseitig über aktuelle Investments und Bewegungen im Sektor informieren.

Was interessiert Sie an der Finanzwelt am meisten? Warum haben Sie sich für diesen Bereich des Journalismus entschieden?

Finanzen und besonders Private Equity sind sehr analytische Themen, das mag ich. Auch die Gesprächspartner gehören aus meiner Sicht zu den Interessanteren: Gerade Investmentmanager sind meistens ziemlich intelligente Leute, die sich mit allen möglichen Themen beschäftigen, weil sie ja Unternehmen aus den verschiedensten Branchen besitzen.

Sie sind Journalist, waren aber auch zwischenzeitlich in der PR-­Branche tätig. Wie unterscheiden sich die beiden Welten?

Ein wichtiger Punkt: Als PR-­Profi muss man sich deutlich stärker in Prozesse integrieren, Journalismus ist individualistischer. Der zweite: Als Journalist bilde ich mir eine Meinung und verargumentiere sie dann. In der PR ergibt sich die Aussage dagegen schon durch die Interessen des Auftraggebers. Die Leistung ist, den Weg zu diesem Fazit zu finden.

Haben Sie Kontakt zu PR-Profis?

Ja. Investoren haben in der Regel PR-­Berater als Sprecher mandatiert. Interessant ist, wie unterschiedlich die externen Sprecher ihre Rolle verstehen: Manche sehen sich als Vermittler zwischen Journalist und Investor. Andere agieren die allermeiste Zeit als Abschirmer, bis der Investor einen tollen neuen Deal verkündet, und fangen dann auf einmal an, den Journalisten hinterherzutelefonieren.

Hilft Ihnen Ihre Erfahrung im PR­-Bereich in der Interaktion mit PRlern? Und in Ihrer Rolle als Journalist?

Ja. Wenn ich zum Beispiel ein Interview führe, habe ich eine ungefähre Ahnung davon, was der Interviewpartner und sein Sprecher damit möglicherweise erreichen wollen und welche Prozesse dem Termin auf PR­-Seite vorangegangen sind und folgen. Das zu wissen kann schon helfen – schließlich arbeitet man ja doch zusammen, auch wenn beide Seiten ihre eigenen Interessen haben. Abgesehen davon hat mir die Erfahrung geholfen, zu lernen, was ich nicht machen will. Mit anderen Worten: Das halbe Jahr hat mich darin bestärkt, dass Journalist einfach der beste Beruf überhaupt ist.

Was macht eine gute Pressemitteilung aus? Wie sollten PRler Sie ansprechen? Gibt es etwas, das man besser lassen sollte?

Für uns sind in Pressemitteilungen Zahlen wichtig. Wenn zu einem Deal keine Details genannt werden, sondern nur so genannte “strategische Ziele”, dann können wir damit nichts anfangen. Was die Ansprache angeht: Wenn mich das Unternehmen oder der Investor insgesamt interessieren, finde ich es gut, wenn PR­-Leute dabei helfen, einen Kontakt herzustellen. Gut ist auch, wenn sie Hintergrundwissen liefern.Was nervt sind die vorhin erwähnten Abschirmer.

Haben Sie eine Social Media-Strategie? Benutzen Sie soziale Medien, um Inhalte für Artikel zu finden?

Bei FINANCE spielt Social Media für uns eine wichtige Rolle. Vor allem unsere XING-Nachrichtenseite ist bei unserer Zielgruppe als Newsquelle sehr beliebt. Um Nachrichten zu finden, benutze ich Twitter mit der Tweetdeck­Oberfläche. Wir bei FINANCE haben mehrere Twitter­-Listen, auf denen wir die wichtigsten Accounts etwa zu Private Equity, zu Kapitalmärkten oder zu Wirtschaftsjournalisten zusammengefasst haben. Die Listen benutze ich auch selbst.

Welchen Rat würden Sie jungen Journalisten und/oder PRlern geben, die eine Karriere im Finanzsektor anstreben?

Wenn ihr das wollt, begebt euch so tief in die Sache, wie es geht: Sachbücher wie “The Penguin Guide to Finance” helfen, das Thema zu verstehen. Romane wie “Barbarians at the Gate” zeigen, dass das Ganze auch Spaß machen kann. Bleibt auf dem Laufenden und trefft euch mit so vielen Leuten aus der Branche wie möglich.

Haben Sie ein “Traumthema”, über das Sie gerne einmal schreiben würden?

Ich würde gerne eine riesige Analyse mit Reportage­-Elementen schreiben, die abschließend die Frage klärt, ob PE­Investoren gut oder schlecht für die Volkswirtschaft und die Welt an sich sind. Mäzene, die mir dieses Vorhaben finanzieren wollen, können sich gerne melden.

Florian Bamberg hat mit Annette Barnard von Cision gesprochen. Wir bedanken uns für das interessante Gespräch!

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