Cisions Social Journalism-Studie untersucht jedes Jahr, wie Journalisten soziale Medien beruflich einsetzen und bewerten – einige der Fragen drehen sich auch um die benutzten Tools und Prozesse in der Arbeit mit PR-Leuten. Auch in diesem Jahr sind mehr als 3.000 Journalisten in 11 Ländern unserem Aufruf gefolgt und haben sich unseren Fragen gestellt.

Hier haben wir einige der wichtigsten Ergebnisse aus dem internationalen Report zusammengefasst – den kompletten Report können Sie hier herunterladen:

–  Für 41% der Journalisten sind PR-Fachleute die erste Anlaufstelle beim Recherchieren einer Story

– E-Mails dominieren weiterhin die Kommunikation mit PR-Profis – Jedoch wünschen sich Journalisten mehr über soziale Medien kontaktiert zu werden, als dies zurzeit der Fall ist

– Kanadische Journalisten benutzen am häufigsten soziale Medien und kennen sich am besten mit Social Tools aus

– Finnische Journalisten haben die positivste Einstellung gegenüber sozialen Medien; nutzen diese aber selten (nur 21% posten täglich eigene Beiträge) – das Potential für soziale Medien ist dort also besonders hoch

Cision Social Journalism-Studie 2013/14: Internationaler ReportAuch in diesem Jahr haben wir wieder mit einer Typologisierung der Journalisten – je nach Nutzung von und Einstellung zu sozialen Medien – gearbeitet. Es ergaben sich fünf typische Nutzerprofile: Architekten, Promotoren, Jäger, Beobachter und Skeptiker. Journalisten die zur Gruppe der Architekten gehören, verbringen mehr Zeit mit sozialen Medien als jede andere Gruppe. Sie sind zudem am aktivsten, wenn es um das Erstellen von Inhalten geht und sind Vordenker und Triebkräfte beim beruflichen Netzwerken – um sie herum bilden sich oft ganze Content-Netzwerke. Als „Promotoren“ eingestufte Journalisten sehen soziale Medien positiv, nutzen diese häufig und zu vielerlei Zwecken, hauptsächlich aber – wie der Name schon sagt – zur Publikation und Bewerbung ihrer eigenen Inhalte. Journalisten die zum Nutzerprofil des Jägers gehören, nutzen viele Formen sozialer Medien, hauptsächlich zur Veröffentlichung und Verbreitung der eigenen Inhalte sowie zur Informationsrecherche. Sie nutzen Social Tools aber auch regelmäßig zum Aufbau und zur Pflege ihres beruflichen Netzwerks. Als „Beobachter“ klassifizierte Journalisten tun genau das: beobachten. Zwar besuchen sie mindestens einmal in der Woche soziale Netzwerke, jedoch nur eine eingeschränkte Anzahl verschiedenartiger sozialer Medien und verwenden diese auch hauptsächlich dazu, die Inhalte Anderer zu lesen und Informationen zu recherchieren. Wesentliches Kennzeichen der „Skeptiker“ ist, dass Mitglieder dieser Gruppe nur ein geringes Wissen über soziale Medien haben und diese auch nur widerwillig einsetzen – manche von ihnen verweigern sich sozialen Medien auch komplett.

In Bezug auf diese Nutzerprofile, haben sich im Vergleich zum Vorjahr einige Veränderungen ergeben:

– Die meisten Journalisten gehören jetzt dem Profil „Beobachter“ an (30%), gefolgt von der Gruppe der „Architekten“ (25%)

– Die Anzahl der „Skeptiker“ hat sich seit im Vergleich zum Vorjahr bedeutend verringert – von 31% auf 9%. Immer mehr Journalisten nutzen soziale Medien immer aktiver für berufliche Zwecke

– Die Verteilung der einzelnen Gruppen unterscheidet sich von Land zu Land: Journalisten, die als „Architekten“ eingestuft wurden, sind in den USA (33%) und in Kanada (33%) am häufigsten vertreten, während in Großbritannien (20%) und in Australien (22%) „Promotoren“ die größte Gruppe sind. „Beobachter“ dominieren in Finnland und Schweden (41%) sowie in Australien (30%), während „Skeptiker“ in Deutschland (21%) und in Finnland a stärksten vertreten sind

Mehr Informationen zu den typischen Nutzerprofilen und zu ihrer Verteilung in Deutschland finden Sie hier.

Hier geht es zum Download des vollständigen internationalen Reports.


Über die Cision Social Journalism-Studie:

Die Cision Social Journalism-Studie wird erstellt, um das Verständnis der Medienindustrie über die Annahme sozialer Medien durch Journalisten zu bestimmen sowie die Auswirkungen benutzter sozialer Medien, Technologien & Prozesse auf die journalistische Arbeit zu vertiefen. Die diesjährige Analyse (inklusive des Social Journalism-Barometers) beruht auf Daten von mehr als 3.000 vollständig beantworteten Umfragen, die im Sommer 2013 in 11 Ländern gesammelt worden sind.

Insgesamt betrug die Rücklaufquote ca. 3%. Die Ergebnisse der Befragung beruhen auf einem Anteil von 50% Frauen und 50% Männer. Die statistische Analyse, basierend auf einem Konfidenzintervall von 95%, untersuchte die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Untergruppen der befragten Gesamtpopulation.

Cision und die Canterbury Christ Church University führen diese Umfrage im Jahresrhythmus durch.

Über die Canterbury Christ Church University:

Die Canterbury Christ Church University ist eine moderne Universität, deren Schwerpunkt in der höheren Ausbildung zum öffentlichen Dienst liegt. Sie hat beinahe 20.000 Studenten und fünf über Kent und Medway verteilten Campusse; die Kurse decken ein breites Feld von akademischem und professionellem Fachwissen ab. Die Universität bietet mehr als 1.000 Kurse für Studenten und als professionelles Training an und führt global führende und international anerkannte Forschungsprojekte durch.

Das Cision Social Journalism-Team: 

Falk Rehkopf (MBA, BA) – Geschäftsführer, Cision Germany GmbH

Dr Ágnes Gulyás – Leitende Dozentin, Fachbereich Medien, Canterbury Christ Church University

Kristine Pole – Hauptdozentin Marketing, Fachbereich Medien, Canterbury Christ Church University

About Andrea Gilgenbach

Marketing Executive - Cision Germany GmbH - folgen Sie mir auf Twitter (@gilgenbacha)