Krisen verhindern, bevor sie entstehen – So integrieren Sie Influencer Relations in Ihre Krisenkommunikation

Krisen verhindern, bevor sie entstehen - So integrieren Sie Influencer Relations in Ihre Krisenkommunikation

Nach unserem Beitrag zum Thema “Soziale Medien in der Krisenkommunikation – 6 Regeln für den Ernstfall” beschäftigen wir uns heute mit Influencer Relations und damit, wie Meinungsmacher dazu beitragen können, Krisen zu verhindern, bevor sie Ihrem Unternehmen schaden.

Die Nutzung sozialer Medien steigt immer weiter an – Marken und Unternehmen müssen sich an den Gedanken gewöhnen, dass sie nicht immer die Kontrolle über ihr eigenes Image behalten können.

Einfach gesagt: Kaum eine Organisation kann es sich heute leisten, sich mit ihrer Kommunikation Zeit zu lassen. Ein einziger negativer Tweet kann im Handumdrehen Auswirkungen auf ein ganzes Unternehmen haben. Auf welche Methoden können sich PR-Profis verlassen, wenn eine mögliche Bedrohung für die von ihnen vertretene Marke auftaucht?

Im Webinar “Crush Crises Before They Spread” (“Krisen verhindern, bevor sie sich ausbreiten”) betont Peter LaMotte, dass Unternehmen nicht nur ein internes Krisenmanagement-Team aufstellen, sondern auch mit Influencern kooperieren sollten, um entstandene Krisen abzuwenden.

Die Top Tipps aus dem Webinar, um Influencer in Ihre Krisenkommunikation zu integrieren, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

1. Identifizieren Sie Influencer, die Sie als Markenbotschafter gewinnen können

In schwierigen Situationen halten sich viele Menschen oft gerne heraus oder vermeiden den Dialog. Was aber, wenn Sie bereits Mitstreiter auf Ihrer Seite hätten? Sie hätten potentiell mehr Durchschlagskraft und Glaubwürdigkeit in Ihrem Umgang mit negativer Kritik.

Laut LaMotte können Krisen oftmals vermieden oder beigelegt werden, wenn die Marke über starke Kundenbindung verfügt. Identifizieren Sie daher frühzeitig Influencer, die Sie als Markenbotschafter gewinnen können und welche die Loyalität Ihrer Kunden stärken.

“Das kann theoretisch jeder sein. Wahrscheinlich sind einige geeignete Leute sogar schon auf Sie zugekommen.”, sagt LaMotte. “Sie haben bereits die nötigen Informationen in Ihrer Firma, um herauszufinden, wer ein geeigneter Influencer ist.”

LaMotte betont, dass authentische Beziehungen hier wichtig und notwendig sind. Wenn Influencer und Marke ein gemeinsames Ziel verfolgen, werden Ihre Kontakte Sie sowohl in ruhigen als auch in Krisenzeiten unterstützen.

2. Denken Sie wie ein Marketer

Think Like a Marketet - Crisis Communication

“Kommunikation – das ist jetzt Marketing. Branding ist jetzt Kommunikation. Alle diese Bereiche verschmelzen miteinander.” — Peter LaMotte

Die Marketing-Perspektive ist oft von Nutzen, um sich bei Influencern effektiv zu positionieren, die Ihnen später als Markenbotschafter zur Seite stehen können. Somit hilft sie auch dabei, einen erfolgreichen Kommunikationsplan für den Krisenfall zu erstellen.

“Wahrscheinlich müssen Sie gar nicht 5 Millionen Leute für sich gewinnen. Vielleicht wollen Sie ja nur 5.000 Menschen erreichen, aber am Ende zählen gerade die fünf Leute, die sich online und wenn nötig persönlich für Ihre Marke stark machen.”, sagt LaMotte.

Ob Sie über Formulare oder Vor-Ort-Veranstaltungen Menschen für sich gewinnen – Influencer wählen von sich aus, ob sie Markenbotschafter werden wollen oder nicht. Bleiben Sie in Ihrer Kommunikation einfach und ehrlich und fallen Sie nicht gleich mit der Tür ins Haus. Denken Sie daran, auch nach einem Kaufabschluss den Dialog mit Ihren Kunden und Influencern aufrecht zu erhalten.

3. Stellen Sie eine Message zur Verfügung, die verbreitet werden kann

Haben Sie erst einmal einen Influencer dazu motiviert, Ihre Marke zu vertreten, bieten Sie ihm die nötigen Tools und Kanäle an, um Ihre Message zu verbreiten. Überlegen Sie sich vorher, welchen Einfluss Ihr Markenbotschafter auf die öffentliche Meinung und auf konkrete Zielgruppen haben kann.

LaMotte betont, dass Ihre Kommunikation nicht immer nur digital sein muss, um Wirkung zu zeigen. Manche Firmen verschicken an Markenbotschafter zum Beispiel Kisten mit kostenlosen T-Shirts, Kaffeetassen und einer Notiz darüber, welches Messaging dazu verwendet werden kann.

Auf den ersten Blick scheint eine kostenlose Kaffeetasse nichts Besonderes zu sein. Früher oder später, so LaMotte, wird aber ein Kollege oder Bekannter nachfragen, woher die Tasse kommt, und so entsteht ein Gespräch über Ihre Marke.

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