Es ist mal wieder “Fashion & Beauty Buzz“-Zeit bei Cision und heute reden wir mit Kimmie Smith. Frau Smith ist Chefredakteurin bei der Kitten Lounge und Mitbegründerin sowie Kreativ-Direktorin der Shoe Week. Ebenso veröffentlicht sie Artikel und tritt im TV auf.

Wie hat Ihre Karriere in der Modebranche begonnen?

Als ich zum ersten Mal vor 10 Jahren nach NYC kam, arbeitete ich in der Musik- und Modebranche. Meine Tage bestanden darin, ein digitales Indie Label einzuführen und dessen Künstler zu promoten. Zur gleichen Zeit habe ich in der Modebranche als Model und Einkäuferin für verschiedene Topmarken gearbeitet. Durch diese beiden Aufgaben konnte ich innerhalb kürzester Zeit mein Netzwerk aufbauen sowie meine Qualifikation vervollständigen. Die gesammelten Erfahrungen – quasi „hinter den Kulissen“ –  habe ich dann in verschiedenen Publikationen verarbeitet, bevor ich dann in 2007 die Kitten Lounge gegründet habe.

Welchen Teil Ihrer Karriere mögen Sie am liebsten?

An meiner Arbeit mag ich am liebsten, dass sie so viele verschiedene Gebiete abdeckt! In einer Woche kann ich einen Musiker stylen, mich in einem Showroom zur Content-Besprechung der Kitten Lounge treffen, ein persönliches Fitting für einen TV-Auftritt zu machen oder die Lifestyle-Accessoires zu veröffentlichen; und dann gibt es natürlich noch die Shoe Week. Aber, im Grunde geht es mir in allem was ich tue immer um die Auseinandersetzung und ein aktives Engagement innerhalb der Accessoires-Community.

Als Expertin für Accessoires ist es mein Anliegen, Accessoires so zu zeigen, dass sie den ‘Look’ einer Person aufwerten, egal mit welchem Material oder Medium ich arbeite. Zudem geht es auch um die Geschichte hinter dem Accessoire, den Designer sowie die Branche als Ganzes zu unterstützen. Ich liebe es, wenn ich jemanden treffe und seine Arbeit kommentiere und – ob ich den Designer kenne oder nicht – es gibt immer eine Geschichte zu dem Gegenstand den jemand erwirbt. Es sind diese Verbindungen, die mich antreiben, mehr herauszufinden. Accessoires sind das Verbindungsglied zwischen dem kreativen Ausdruck des Designers und der Lebenssituation der Person, die das Schmuckstück trägt.

Was ist die grösste Herausforderung in Ihrem Job? Was würden Sie anderen Bloggern raten?

Die größte Herausforderung bei der Arbeit ist es, konstant zu reflektieren. Ich habe in 2004 mit dem Bloggen angefangen, durch die Entwicklung und Erfahrung die ich gemacht habe, konnte ich dann die Kitten Lounge starten. Damit konnte ich auch zurück zum Design gehen, Sprecher für verschiedene Marken werden, Kampagnen gestalten und jede Menge an Beziehungen aufbauen – das hätte ich so am Anfang meiner Karriere nicht erwartet. Damit will ich sagen, dass ich durch eine Checkliste gehe, wenn ich neue Möglichkeiten sehe, oder wenn es darum geht die Projekte und Arbeit zu planen und sie zu erledigen. Es ist wichtig, für neue Ideen offen zu bleiben – gleichzeitig muss man seine Identität als Blogger erhalten.

Was sind die kommenden Accessoires?

In dieser Saison gibt es eine Menge von dem, was Ich gerne “carry over trends” nenne – länger laufende Trends, die sich bis in dieses Frühjahr hinein halten werden. Ein Schwerpunkt hierbei liegt auf Mixed Media, Tribal, ethnischen Elementen und auf kräftigen Farben. In dieser Jahreszeit ist es wichtig, farbige Akzente zu setzen, da viele von uns funktionelle, den Elementen trotzende Kleidung tragen – kombinieren Sie Winterkleidung mit strukturierten, farbigen Schals oder lustigen Handschuhen.

Wenn wir vom Frühjahr zum Sommer gehen, werden Accessoires aus der Gatsby-Ära als Style gross herauskommen. Da der Film „Der Große Gatsby“ im Mai in die deutschen Kinos kommt, werden Sie diesen Style sicherlich weit verbreitet sehen. Bei dieser Stilrichtung mag ich die Schmuckstücke besonders, da diese sich ein wenig von den typischen Accessoires absetzen – Glitzer, Cocktailringe, Ornamente und dergleichen mehr. Diese können werktags aber auch abends getragen werden und ein gut platzierter Ring, eine Stulpe oder eine Kette machen auch das einfachste Outfit perfekt.

Welche Tipps haben Sie für PR-Profis, die mit Ihnen in Kontakt treten wollen?

Im Verhältnis mit PR-Profis geht es um Kommunikation – Ich sende E-Mails an PR-Leute und teile Ihnen mit, an welchen Themen ich in den nächsten drei Monaten arbeiten werde und bitte darum, zu den Themen passende Stücke zuzusenden. Ebenso spreche ich natürlich mit ihnen und frage, mit welchen Kunden sie und ihre Firma zusammenarbeiten. Sollte ein Pitch gerade nicht passen – zeitlich oder inhaltlich – dann teile ich mein Feedback mit, um zu erklären, worum es mir geht.

Man sollte auf jeden Fall, meine Webseite und meine Profile in sozialen Netzwerken anschauen, bevor man mich das erste Mal anspricht. Wenn Sie von einem anderen Blogger oder einer anderen Marke an mich verwiesen worden sind, dann sagen sie das auch – das kann ein relevanter Bezugspunkt sein und so der Anfang einer guten Beziehung sein. Zudem sollte die Kommunikation immer persönlich und individuell gestaltet sein – so fühlen sich Blogger geschätzt und nicht nur als Ziel für Product Placements.

Was ärgert sie an PR?

Mich ärgert es, Emails zu erhalten, in die offensichtlich viel Zeit investiert worden ist und auch viel Wissen über mich enthalten ist; dann aber einen Pitch zu bekommen, der einfach an meinen Themen vorbei geht. Es ist einfach unglaubwürdig, auf der einen Seite zu sagen, man sein ein Fan, dann aber einen Standard-Pitch zu verwenden. An diesem Punkt hätte ich lieber einen Standardpitch über die Marke und das Produkt und sonst gar nichts.

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Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch Frau Smith!

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