Medien im Blickpunkt: Fashion-Magazin Hope Street

Medien im Blickpunkt: Fashion-Magazin Hope Street

Medien im Blickpunkt: Hope StreetHope Street ist ein kürzlich zum ersten Mal erschienenes Print- und Online-Modemagazin. Das zweimal jährlich erscheinende Magazin konzentriert sich auf Luxusmarken sowie vielversprechende junge Talente und Designer. Cision hat sich mit der Gründerin und Herausgeberin Sara Hill über die skandinavische Ausrichtung des Magazins unterhalten, wie es ist, für eine globale Zielgruppe zu schreiben, und warum Vivienne Westwood sie so fasziniert.

Sie konzentrieren sich auf die Printausgabe – Warum?

Print-Ausgaben haben mich schon immer fasziniert und ich wollte auch nie ein reines Online-Magazin gründen – persönlich lese ich die einfach nicht gerne. Da bin ich wirklich ein wenig altmodisch – ich mag das Gefühl, wenn ich Print-Magazine in der Hand halte. Ich bin jetzt seit 16 Jahren in der Modeindustrie tätig und einfach ein großer Fan von Magazinen und gebe dafür auch jeden Monat eine Menge Geld aus.

Zudem habe ich die erste Ausgabe des Magazins auch im Wesentlichen durch mein eigenes Geld finanziert. (Ich weiß; ich muss verrückt sein!) Aber das Tolle dabei war, dass wir dadurch eine völlig freie Hand bei der Gestaltung des Magazins hatten. Aber verstehen Sie micht nicht falsch, denn es wäre natürlich fantastisch so viele Werbeseiten wie möglich in der nächsten Ausgabe zu haben.

Wie zeigt sich diese finanzielle Unabhängigkeit im Design von Hope Street?

Wir wollten ein sehr feminines Magazin erschaffen, das gleichzeitig auch ein wenig schräg und frech ist. Unsere Fotoredakteurin Anette Schive kommt aus Norwegen und ich finde, dass sie Hope Street diesen tollen, nordischen Charme verleiht. Wir haben uns dabei von den Magazinen Dansk und Bon inspirieren lassen und wollten auch genau diesen Stil für unser Magazin haben.

Skandinavische Magazine sind klar, minimalistisch, schön und sind auch nicht so aggressiv in der visuellen Darstellung. Sie haben oftmals eine traumähnliche Qualität und genau das wollten wir auch für Hope Street haben. Wir arbeiten auch mit einem fantastischen Designer, der auch für einige nordische Magazine bereits gearbeitet hat. Wir wollen diesen klaren Ansatz (auch im Schriftbild) und werden diesen auch in zukünftigen Ausgaben beibehalten.

Welche Zielgruppe wollen Sie ansprechen?

Es geht uns in erster Linie um Leser aus der Modeindustrie, aber auch um Menschen, die Luxus mögen und mit den Trends mitgehen wollen. Und da wir einen ziemlich breit gefächerten Mix an Inhalten haben, mit der angesprochenen traumähnlichen Qualität, hoffen wir, auch Künstler und Vertreter aus den kreativen Industrien anzusprechen.

Unser Partner in der Distribution ist Pineapple Media und daher sind wir in der ganzen Welt vertreten. Es gibt uns in Japan, den USA, Kanada, Neuseeland und in vielen europäischen Ländern. Nach der ersten Ausgabe gab es auch einiges an Interesse in China, wo wir wohl die zweite Ausgabe vertreiben werden. Die Artikel im Magazin sind für diese globale Zielgruppe geschrieben. Ich selbst komme aus Glasgow und konzentriere mich auch gerne auf Länder, die nicht typischerweise im Zentrum des Modegeschehens stehen, und versuche darzustellen, was dort in Sachen Mode geschieht.

Medien im Blickpunkt: Fashion-Magazin Hope Street

War die Entscheidung für eine Sprache aufgrund der globalen Ausrichtung schwierig?

Die Entscheidung ist uns nicht schwergefallen, da wir im Magazin wirklich sehr, sehr viele Bilder haben. Ich selbst blättere Magazine wirklich immer sehr schnell durch und wollte im Grunde auch mit dem Magazin etwas erschaffen, das mir selber gefällt. Unsere erste Ausgabe hat 149 Seiten, nur 10 Seiten mit redaktionellen Inhalten und auch nur drei Werbeseiten – es ist also wirklich ein wunderschönes Buch mit vielen Träumen darin. Es hat auch ein wenig von der Qualität eines Coffeetable-Buches, denn man kann sich durch das Magazin sehr einfach durchblättern und die Bilder genießen. Das ist genau das, was ich und meine Freunde mögen (und genau soweit reichen auch meine eigenen Marktfoschungsaktivitäten).

Wir hängt Ihre Webseite mit dem Print-Magazin zusammen?

Wir haben das Magazin in ungefähr sechs Wochen produziert und die Webseite kam dann später – sie war nicht wirklich Teil unseres Konzepts. In der nächsten Zeit wird unser Online-Auftritt aber viel interessanter werden und einige unserer Praktikanten suchen gerade nach relevanten Inhalten. Wir sind aber auch auf Twitter (@hopestmagazine), Instagram und auf Facebook. Es ist schon verrückt, wieviel Arbeit wir haben. Ich habe hier wirklich kein besonders großes Team und wir alle hier arbeiten sehr hart.

Wie arbeiten Sie mit PR-Profis zusammen?

Es ist sehr wichtig, Beziehungen aufzubauen. Ich bin der Meinung, dass PR-Profis wirklich gute Arbeit in der Modeindustrie leisten und habe großen Respekt vor dieser Leistung. Ich bin sehr daran interessiert, Hope Street mit Showrooms und PR-Profis zu verbinden und die dazu notwendigen Beziehungen aufzubauen.

Grundsätzlich werde ich auf jeden Fall der grundlegenden Ausrichtung des Magazins treu bleiben und das Konzept nicht maßgeblich verändern. Wir würden sonst einfach unsere Integrität verlieren. Für mich ist jedes einzelne Bild wirklich ein Kunstwerk – und sobald man versucht, diesen Ansatz zu verwässern, wird es einfach nicht mehr funktionieren.

Sara Hill kurz und persönlich:

Wer ist Ihre persönliche Fashion-Ikone?
Ich liebe Vivienne Westwood. Wenn ich älter bin, will ich wie sie aussehen, nein, ich will sie sein. Sie ist fantastisch.

Auf welches eine Kleidungsstück könnten Sie nie verzichten?
Ich besitze einen wunderschönen Mantel von einer Designerin namens Katy Clark, die ihn extra für mich anfertigte. Sie erhielt den vierten Platz bei einer Feier für junge Designer-Nachwuchstalente in Berlin. Ich liebe diesen Mantel und werde ihn tragen, solange ich lebe.

Welche Superkraft hätten Sie, wenn Sie eine Superheldin wären?
Ich würde es lieben, zu fliegen. Zeitreisen oder fliegen – ich weiß nicht; ich denke darüber schon eine Weile nach. Fliegen wäre gut. Ich liebe es, zu reisen, und kann öffentliche Verkehrsmittel nicht leiden, also wäre das perfekt. Zeitreisen auch – kann ich zwei Superkräfte haben?

Wer würde Sie in einem Film spielen?
Sie sieht mir zwar kein Bisschen ähnlich, aber Angelica Huston, denn sie ist ein echter Badass; ich liebe sie. Angelica Huston und Vivienne Westwood; ich klinge, als wäre ich total durchgeknallt – alle PR-Profis werden Riesenangst vor mir bekommen.

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