Musik8 – Cision setzt die Reihe an themenspezifischen Kurz-Interviews mit Bloggern fort. Nach Fashion8 und Interviews mit einigen von Deutschlands Top Fashion Bloggern – zum Beispiel ModepilotLynn and Horst oder Styleclicker – reden wir heute mit Peter Rehbein vom Blog Schallgrenzen.

Peter A. Rehbein zählt zu den populärsten Musik Bloggern in Deutschland. Sein Blog und die gleichnamige Radiosendung Schallgrenzen erfreuen sich bereits seit über acht Jahren einer hohen Beliebtheit. Peter A. Rehbein schreibt über Konzerte, Fotografie und “was ihn gerade so aufregt”.

In Cisions Top Musik Blog Ranking ist Schallgrenzen der Top 2 Blog.

Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre Arbeit als Musikjournalist?

Natürlich stolpere ich über tolle Musik bei den Bemusterungen durch Labels und Musiker, aber auch bei der Recherche im Netz sowie beim täglichen Kampf mit meinem Emaileingang. Hin und wieder lasse ich mich auch von einigen wenigen Musikblogs inspirieren. Allerdings geschieht letzteres eher selten. In meinem RSS Reader befinden sich zwar momentan ein paar Musikblogs, die ich regelmäßig besuche, das aber eher aus Neugier. Die Vorstellung für doppelten Content im Netz zu sorgen, empfinde ich als todlangweilig.

Warum haben Sie mit dem Bloggen begonnen?

Um die Playlisten meiner Radiosendung veröffentlichen zu können.

Haben soziale Medien den Musikjournalismus verändert?

Nein, nur insoweit, das man als Blogger noch mehr auf Qualität achten sollte. Die ist in den sozialen Medien nämlich nicht zu finden.

Was passiert gerade in der Musikwelt, was Sie persönlich bewegt?

Nichts.

Wie bewerten Sie die Diskussion um die GEMA-Lizenzkosten-Gebühren?

Ich stehe der GEMA und ihrer Lizenzpolitik kritisch gegenüber: Fehlende Transparenz, übelster Lobbyismus und eine ungerechte Verteilung der eingenommen Gebühren. Indie-Künstler und kleinere Veranstalter stehen am Ende der Nahrungskette, während den Großen der Branche das Geld hinterher geschmissen wird. Die YouTube-Affäre ist ein weiteres Ärgernis. Die ganze Diskussion ermüdet ungemein, aber gegen die Lobbyarbeit der GEMA scheinbar kein Kraut gewachsen ist.

Was war die seltsamste PR-Aktion, mit der jemals jemand an Sie herangetreten ist?

Die seltsamste Aktion? Da gab es sicherlich einige. Sehr seltsam fand ich aber die Aufforderung, für Untote aus den Siebzigern wie Dschinghis Khan oder Hot Chocolate die Werbetrommel zu rühren.

Welche Rolle spielen unabhängige Labels, wenn „die großen 4“ bereits 70% des Marktes dominieren?

Die 70%ige Dominanz der Major-Labels spiegelt sich auf Schallgrenzen in keiner Weise wider. Da mein Fokus auf den eher persönlichen Kontakt mit Musikern und kleineren Indie-Labels liegt, habe ich es bisher erfolgreich geschafft, den Mainstream nahezu komplett auszublenden.

Welche Musikjournalisten inspirieren Sie persönlich?

Tatsächlich niemand. Als Radiomensch bewundere ich allerdings den verstorbenen John Peel und den putzmunteren Paul Baskerville.

Sie bloggen und Sie moderieren. Planen Sie noch weitere Projekte für die Zukunft?

Soweit es die knappe Zeit erlaubt, möchte ich der Fotografie – meinem zweiten Hobby neben der Musik – mehr Platz einräumen.

Cision bedankt sich bei Herrn Rehbein für das Gespräch!

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About Falk Rehkopf

Ehem. Geschäftsführer Cision Germany GmbH