Viraler Content: Ein Gespräch mit dem Macher des Muppets-Raps “Hip Hop Hooray”

Viraler Content: Ein Gespräch mit dem Macher des Muppets-Raps "Hip Hop Hooray"

Für Adam Schleichkorn, Video Project Manaer bei Driven Local, ist viraler Content nichts Neues.

Der 33-Jährige wohnt in Long Island, USA. Zu seinen YouTube-Hits gehört die Playback-Version von Naughty by Natures “Hip Hop Hooray” mit Kermit dem Frosch und seinen Freunden. Schon innerhalb der ersten sechs Tage nach dessen Veröffentlichung wurde das Video 300.000 Mal angesehen. Mittlerweile sind es fast 540.000. Schleichkorns Kreation erschien auch in USA Today, der Huffington Post und in vielen Twitter-Feeds.

Content Marketer wissen nur allzu gut, wie schwierig es ist, aus der Masse der 300 hochgeladenen Videostunden pro Minute auf YouTube herauszustechen. Schleichkorn hat aber innerhalb eines Jahres ganze fünf Videos veröffentlicht, die jeweils mehr als 50.000 Mal gesehen wurden, darunter eines, in dem die Muppets einen Song von den Beastie Boys vorsingen – dieses hat mehr als eine Million Views gesammelt.

Nicht jede Marke kann freilich mit so beliebtem Material wie den Muppets und Rap aus den 90ern locken – Schleichkorn verriet uns aber einige Elemente, die bei der viralen Verbreitung von Content hilfreich sein können.

Wie sind Sie darauf gekommen, die Muppets rappen zu lassen?

Vor vielen vielen Jahren gab es einmal ein virales Video von Bert und Ernie beim Rappen. Ich fand das schon immer super und schätzte den Stil des Videos sehr.

Früher schnitt ich Videos von Katzen und Hunden, sodass sie aussahen, als würden sie rappen. Das war fast schon unmöglich, weil ich sie in genau dem richtigen Moment erwischen musste.

Die Muppets hatte ich schon immer im Hinterkopf, eben wegen des Bert-und-Ernie-Videos. Es war zwar technisch schwierig, aber viel einfacher als Katzen und Hunde. Vor etwa einem Jahr brachte ich ein Video mit Daft Punks “Get Lucky” heraus. Das bekam 500.000 Views und kam viel in die Presse. Seitdem wurden Muppets-Mashups mehr oder weniger zu meinem Markenzeichen.

Ab wann fiel Ihnen auf, dass “Hip Hop Hooray” beliebter wurde?

Ich habe das Video an einem Sonntag Nachmittag gepostet und es in meinen Social Media-Konten vorgestellt. Als ich kurz darauf einige Google-Suchen machte, fand ich es plötzlich auf Mashable.

Eine andere Website, Tastefully Offensive, folgt mir auch. Dort finden viele große Websites ihren Content. Der Autor von Tastefully Offensive folgt mir auf Twitter und ich bedanke mich jedes Mal beim ihm, wenn er eins meiner Videos postet.

Das klingt so, als würden Ihre Fans und Follower das Video ganz von selbst verbreiten. Wie machen Sie das?

Früher war das Video zu produzieren schon die halbe Miete und dann musste ich es nur noch an ein paar Leute verschicken.

Ich habe großes Glück, dass mir Websites wie Tastefully Offensive und die Huffington Post UK folgen. Wenn ich etwas Gutes produziere, wird es von ihnen gepostet und das wiederum führt zu mehr Veröffentlichungen. So verbreiten sich diese Dinge.

Mein Durchbruch ist fast ein Wunder. Jedes Mal wenn meine Inhalte von einer Website gepostet werden, ist es mir wichtig, mich in einer kurzen Nachricht bei ihnen zu bedanken. Das ist meine ehrliche Reaktion. Ich glaube aber auch, dass das besonders wichtig ist und von vielen Menschen übersehen wird.

Da draußen gibt es so viel Material, dass es sich lohnt, sich die Zeit zu nehmen, ein Dankeschön auszusprechen, wenn man mir eine Chance gibt. Das hat definitiv dabei geholfen, gute Beziehungen zu größeren Sites aufzubauen.

Wie machen Sie weiter, nachdem “Hip Hop Hooray” sich viral verbreitet hat?

Jetzt ist der Moment, wo ich mein eigener PR-Profi sein muss. Ich will es an Sites verschicken, die mein letztes virales Video gepostet haben, aber nicht dieses hier.

Allerdings erwarte ich nicht mehr viel, weil das Video ja schon so große Verbreitung gefunden hat. Vielleicht gefällt ihnen dieses Video einfach nicht.

Warum machen Sie Videos? Was ist dabei Ihr Ziel?

Natürlich will ich mir selbst einen Namen machen. Ich versuche, mich als wichtigen Spieler in der Online-Video-Szene zu positionieren. Ich hoffe, dass meine Erfahrung und meine vergangenen Erfolge da für mich sprechen.

Außerdem bin ich für die Videoabteilung meiner Firma verantwortlich. Wenn ich weiter virale Videos produziere und da draußen bekannter werde, werden unsere Kunden erst recht Videos von uns haben wollen. Es ist in meinem Interesse, dass die Sache wächst.

Sie begannen 2006, Videos auf YouTube zu posten, als die Plattform gerade anfing. Wie unterscheiden sich virale Videos damals von viralen Videos heute?

Früher erschien man auf YouTubes Homepage oder wurde in einer Kategorie gefeatured und so wurden Videos viral.

Die Medien schrieben früher keine Artikel über Videos. Das ist eher etwas Neues. Jetzt da so viel Content hochgeladen wird, bekommt man Views und virale Verbreitung, indem man die Aufmerksamkeit der großen Websites auf sich lenkt.

Wie sieht die Zukunft für Sie aus?

Ich will nicht zu viel verraten, aber mein nächstes Projekt wird anstrengend und viel Arbeit. Es ist nicht garantiert, dass irgendeines meiner Videos sich viral verbreitet. Für die nächsten Projekte werde ich etwas länger brauchen, aber ich bin jetzt motivierter denn je.

Wir bedanken uns bei Adam Schleichkorn für das freundliche Gespräch und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!

Adam Schleichkorns YouTube-Kanal finden Sie hier.

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