“Vor allem kleinere und unabhängige Brands unterstützen wir gerne” – Cision meets Sneakerzimmer

"Vor allem kleinere und unabhängige Brands unterstützen wir gerne" - Cision meets Sneakerzimmer

Gemeinsam mit Daniela Althofen betreibt Marcus Wessel das Blog Sneakerzimmer. Die Instagram-Followerzahl von knapp 59.000 bezeugt die Beliebtheit des Blogs und das große Interesse an seinen Themen. Regelmäßig erscheinen Posts zu Sneaker-Marken, Neuerscheinungen sowie der “Sneaker City Guide”. Herr Wessel sprach mit uns über seine Leidenschaft für das Blog, die Rolle von sozialen Medien für Sneakerzimmer sowie seine Wünsche bei Unternehmenskooperationen.

Welche Motivation war für Sie der Ausschlag, das Sneakerzimmer-Blog zu starten?

Die Idee kam uns, weil wir mit dem Blog zwei unserer Leidenschaften miteinander verbinden konnten: Sneakers und Fotografie. Schon lange bevor wir mit dem Bloggen anfingen, posteten wir regelmäßig in den entsprechenden Facebook-Gruppen unsere Sneaker-Fotos. Vieles wurde damals natürlich auch nicht veröffentlicht. Auch wenn unsere Aufnahmen damals um einiges unprofessioneller waren, so dachten wir, dass es vermutlich schade ist, wenn diese so einfach auf irgendwelchen Speicherkarten offline „verschwinden“. Die Idee, mit dem Bloggen Geld zu verdienen oder ganz grundsätzlich wirtschaftliche Erwägungen waren nie unsere Motivation, den Blog zu starten.

Welches Ziel verfolgen Sie mit Sneakerzimmer?

Zunächst soll der Blog unseren Blick auf die Turnschuhwelt widerspiegeln. Also was uns interessiert, was wir zuletzt entdeckt haben, welche Sneakers wir tragen oder welche Themen uns aktuell beschäftigen. In unserem wöchentlichen „Drop Weekly“ stellen wir die aus unserer Sicht spannendsten Neuerscheinungen vor. Die Marken bringen nämlich inzwischen Woche für Woche über ein Dutzend limitierter Schuhe auf den Markt. Ziel ist es immer, eine persönliche Perspektive einzunehmen und sich von einem reinen Marketing-Blog oder einem Affiliate-Ansatz abzuheben, wobei wir vornehmlich auf den sozialen Kanälen auch Affiliate betreiben. Unsere „Sneaker City Guides“, in denen wir unsere Reiseberichte aus aller Welt zusammentragen, sind durchaus ein Alleinstellungsmerkmal. Das merken wir auch an den vielen Anfragen von Lesern, die uns nach Empfehlungen für diese oder jene Stadt fragen. Und damit sind nicht allein interessante Sneakerstores gemeint.

Wie würden Sie den typischen Sneakerzimmer-Leser charakterisieren?

Die meisten unserer Leser sind zwischen 14 und 35 Jahren alt, eher männlich und vor allem an den Themen Lifestyle, Mode und Reisen interessiert. Aber selbstverständlich steht die Sneaker-Begeisterung ganz klar im Vordergrund. Auch wenn wir meist auf deutsch bloggen, ist unsere Leserschaft durchaus international. Viele Besucher des Blogs kommen auch aus den BeNeLux-Ländern, aus Großbritannien, Frankreich, Polen, den USA und Italien.

Wie bleiben Sie mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt?

Neben der Kommentarfunktion und dem direkten E-Mail-Kontakt sind dafür die sozialen Medien besonders wichtig. Tatsächlich erreichen uns die meisten Fragen heute nicht per E-Mail, sondern über Facebook und Instagram, wo wir ebenfalls sehr aktiv sind und unsere Followerzahl inzwischen recht hoch ist.

Sneakerzimmer ist auch auf diversen sozialen Medien zu finden – wie oder wofür nutzen Sie diese und welche Social Media-Plattformen sind hier am wichtigsten?

Da lässt sich eigentlich recht klar eine Zweiteilung in der Funktion feststellen. Auf Twitter posten wir hauptsächlich Affiliate-Links, auf Instagram und Facebook dominieren dagegen eher unsere persönlichen Eindrücke, eigener Content und eigene Fotos. Alle sozialen Medien nutzen wir, um auf neuen Blog-Content hinzuweisen. Seitdem Instagram „Stories“ eingeführt hat, haben wir unseren Snapchat-Account nicht mehr genutzt. Wir nutzen Stories vor allem für einen direkten und noch privateren Einblick in unsere Sneaker-Leidenschaft. So sind unsere Follower vor allem bei unseren vielen Reisen und Städtetrips immer dabei – wenn sie es denn wollen. Wir zeigen ihnen dort, in welchen Restaurants wir essen gehen, welche Stores wir besuchen und was wir sonst noch alles „unterwegs“ erleben.

Entspricht die Zielgruppe, die Sie mit dem Sneakerzimmer-Blog erreichen, auch der Zielgruppe, die Sie auf den sozialen Netzwerken erreichen, oder bemerken Sie hier Unterschiede?

Dazu können wir im Detail eigentlich keine ganz konkrete Antwort geben. Allerdings haben wir den persönlichen Eindruck erhalten, dass Instagram vor allem von den Jüngeren genutzt wird. Da wir meist auf Deutsch bloggen, ist die Zielgruppe auf einem sozialen Medium wie Instagram, wo das Visuelle im Vordergrund steht, natürlich deutlich internationaler.

Auf Sneakerzimmer bieten Sie auch die Möglichkeit zu werben bzw. von Kooperationen. Um welche Kooperationen/ Werbemöglichkeiten handelt es sich dabei?

Seit dem letzten Relaunch des Blog-Designs im vergangenen Jahr haben wir keine klassische Banner-Werbung mehr geschaltet. Das war ein ganz bewusster Schritt, da wir größere Bilder und ein cleaneres Design haben wollten. Wir setzen daher jetzt vor allem auf Kooperationen mit Brands und Stores. Das können beispielsweise Verlosungen auf dem Blog oder den sozialen Medien (vor allem Instagram) sein. Klassische „Sponsored Posts“ gibt es auf unserem Blog aber keine. Wir müssen ganz klar hinter einem Produkt stehen und wollen daher auch unsere ehrliche Meinung darstellen. Das ist uns ganz wichtig. Zudem schätzen unsere Leser diese Unabhängigkeit. Natürlich schauen wir uns jede Kooperationsanfrage genau an. Vor allem kleinere und unabhängige Brands unterstützen wir gerne.

Was waren bisher Ihre größten Erfolge mit Sneakerzimmer?

Besonders stolz sind wir auf die Auszeichnung als „Blogger des Jahres“ in der Kategorie Lifestyle der Goldenen Blogger. Die Trophäe hat bei uns seitdem einen Ehrenplatz im Sneakerzimmer. Schon die Nominierung hat uns damals wahnsinnig gefreut. Solche Preise sind schon eine echte Motivation. Darüber hinaus freut es uns, wenn auch große Brands unsere Arbeit anerkennen und gerne mit uns zusammenarbeiten möchten. Ein gutes Beispiel dafür sind Foot Locker Europe, für die wir schon mehrere Events begleitet haben. 2016 haben wir beispielsweise den Instagram-Account von Foot Locker Europe an mehreren Tagen „übernommen“ und über den Start der „Week of Greatness“ aus New York gebloggt.

Wie sieht für Sie eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit PR- und Marketingschaffenden aus Unternehmen und Agenturen aus?

Eine erfolgreiche Kooperation setzt Fairness und klare Absprachen bzw. Vorgaben voraus. Es muss klar sein, was der Kooperationspartner von uns erwartet und was ihm wichtig ist. Wir setzen gerne auf eine langfristige Zusammenarbeit mit wiederkehrenden Projekten. Hier sei noch einmal das Beispiel Foot Locker Europe erwähnt. Auf deren PR-Agentur, Zucker Kommunikation, können wir uns stets verlassen. Wir verstehen Erfolg daher nicht ausschließlich aus einer rein wirtschaftlichen Perspektive. Es geht auch immer um eine Steigerung der Bekanntheit von Sneakerzimmer und unserer Reichweite sowie um eine Schärfung des Blogprofils.

Was dürfen PR- und Marketing-Schaffende auf keinen Fall tun, wenn sie Sie kontaktieren?

Ein No-Go sind unpersönliche E-Mail-Anfragen, die schon erkennen lassen, dass sich der Andere kaum bis gar nicht mit unserem Blog beschäftigt hat. Der Klassiker „Wir würden Ihnen gerne ein Produkt zukommen lassen, haben aber darüber hinaus kein Budget zur Verfügung“ ist uns natürlich ebenfalls schon unzählige Male begegnet. Offenbar gibt es immer noch viele Blogger, die auf solche Anfragen eingehen. Auch wehren wir uns dagegen, wenn versucht wird, den Wortlaut eines Blogposts zu bestimmen. Und zu guter Letzt: Wir verstehen uns als Blogger und nicht als Influencer.

Wie sieht die Zukunft für Sneakerzimmer aus?

Wir werden immer über Sneakers bloggen, das steht fest. Allerdings möchten wir daneben unsere Rubrik der „Sneaker City Guides“ ausbauen und dabei vielleicht sogar neue Themen aufnehmen. Wir wären daher vor allem an neuen Kooperationen mit Unternehmen aus der Reisebranche interessiert. Schließlich entwickelt man sich selbst auch weiter und genau das soll auch der Blog zeigen. Design und Interiors sind Dinge, die uns abseits von Sneakers und Reisen sehr interessieren.

Wir bedanken uns bei Herrn Wessel für das spannende Gespräch und wünschen weiterhin alles Gute!

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