02. August 2012

Internet Medien

  • Künftig sind die Inhalte des Internet-Fernsehsenders “Spiegel.tv” auch auf dem Apple iPad abrufbar. “Spiegel TV”-Chefredakteur Steffen Haug ist vom mobil nutzbaren Angebot überzeugt, das dem Zuschauer erlaubt, sich über die Menüpunkte ‘Themen’ und ‘Kanäle’ aus Rubriken wie ‘History’, ‘Menschen’ und ‘Auto-Mobiles’ eigene Programme zusammenzustellen.
  • “ZEIT ONLINE” bietet auf ihrer Seite ab sofort einen digitalen Briefkasten an. Dort sollen Benutzer heikles Material anonym und möglichst gefahrlos an die Redaktion übergeben können, so “ZEIT ONLINE”-Chefredakteur Wolfgang Blau. Vor der Veröffentlichung werden die eingesendeten Artikel journalistisch überprüft und ausgewertet.
  • Dirk Hensen wird Kommunikationschef bei “Twitter” Deutschland. Dort unterstützt er das neue Team unter der Leitung von Deutschland-Chef Rowan Barnett in Berlin. Hensen war zuvor bei “StudiVZ” und “Paypal” tätig.
  • Etwa ein Jahr nachdem der US-“Playboy” für Apples Tablet erhältlich ist, soll nun auch der deutsche Ableger des Magazins auf das iPad kommen. Das Erotikmagazin muss sich allerdings mit Apples strenger Regulierungspolitik auseinandersetzen. Nach Aussagen von Chefredakteur Florian Boitin wird an einer webbasierten Version der Printausgabe noch gearbeitet, was ermöglichen soll, dass das Erotikmagazin ohne Regulierung durch Apple auf dem iPad nutzbar ist.Tageszeitungen
  • In der “medien holding:nord GmbH” ist Jürgen Muhl nun Stellvertreter von Chefredakteur Helge Matthiesen für die Zeitungen aus dem “Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag” (“sh:z”). Der langjährige Sportchef und Geschäftsführer der “sportpresse nord” übernimmt die Position von Rainer Mohrmann, der künftig für die gesamte Zeitungsgruppe als Chefkorrespondent des Fachbereichs Landwirtschaft/Agrarpolitik verantwortlich ist.
  • Die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” hat einen eigenen E-Kiosk gestartet. Ab sofort kann schon um 21.00 Uhr des Vorabends die aktuelle Zeitung als E-Paper heruntergeladen werden. Die digitale Version ist zum Einzelpreis von 1,59 Euro erhältlich, die Printausgabe für 2,10 Euro. Ebenfalls günstiger und früh ist die Samstagsausgabe der “FAZ”, die “FAS” (“Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung”) und die “Rhein-Main-Zeitung” als E-Paper abrufbar.
  • Der Vertriebsleiter Jörn Christiansen hat kurzfristig die “Rheinische Post” verlassen. Über die Nachfolge ist noch nichts bekannt. Christiansens Stellvertreter und Abonnement-Verkaufsleiter Georgios Athanassakis hat die Vertriebsleitung der Tageszeitung kommissarisch übernommen.
  • Der Anteil der harten Auflage von Zeitungen, die sich aus Verkäufen am Kiosk und im Abonnement zusammensetzt, schrumpft deutlich, während die weiche Auflage, z.B. an Fluglinien, Hotels etc. vergünstigt abgegebene Exemplare, im Verhältnis steigt. Besonders “FTD”, “Welt” und “Handelsblatt” sind von den Rückgängen des regulären Geschäfts betroffen. Seit 2008 sank der Anteil der harten Auflage bei der “FTD” von 56,5 auf 46,7%, bei der “Welt” von 64,4 auf 58,7%. Den größten Anteil von harten Auflagen weist die “Bild”-Zeitung auf.
  • Im Rahmen eines Personalkarussells innerhalb der “medien holding:nord” wechselt Michael Seidel, bislang Chefredakteur vom “Nordkurier” in Neubrandenburg, in die Chefredaktion der “Schweriner Volkszeitung”. Sein Vorgänger Dieter Schulz verantwortet künftig das Kulturressort, die Sonntagszeitung “Schleswig-Holstein am Sonntag” und das “Journal am Wochenende”.

 

Zeitschriften

  • Torben Müller ist zum neuen stellvertretenden Redaktionsleiter von “stern Gesund leben” befördert worden. Müller, der seit 2003 beim Magazin als Redakteur arbeitet, unterstützt Redaktionsleiter Holger Radloff. Müller erhielt 2007 den Medienpreis der “Stiftung Rufzeichen Gesundheit” und 2005 den “Wilhelm-und-Ingeborg-Roloff-Preis” (“Deutsche Lungenstiftung”). Vor seiner Tätigkeit für den “stern” arbeitete er als Journalist u.a. für “Die Zeit” und die “Süddeutsche Zeitung”.
  • Astrid Krudewig, seit 2010 als stellvertretende Chefredakteurin für die Promi-Magazine “Viel Spaß” und “Freizeit Aktuell” tätig, übernimmt nun die Verantwortung für die Chefredaktion der beiden Titel. Krudewig folgt auf Andrea Richartz, die die laut Angaben der Essener “Stegenwaller Entertainment Group” das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt.
  • “Sport1”, bisher Web- und TV-Berichterstattungsmarke, bringt pünktlich zum Start der neuen Fußball-Saison am 2. August ein Bundesliga-Sonderheft heraus. Das Print-Projekt wird gemeinsam mit dem “Bauer Verlag” und dessen Programm “TV Movie” realisiert und soll sich in der Konkurrenz zu den Spezial-Heften von “Sport Bild”, “Kicker” oder “Transfermarkt” behaupten.
  • Die seit September 2010 erscheinende Zeitschrift “Hörzu Heimat” wird aus wirtschaftlichen Gründen nicht fortgeführt, so der Verlag “Axel Springer”. Die Line Extension der Programmzeitschrift “Hörzu” beschäftigte sich mit den Themen ‘Heimat Deutschland’, ‘Land & Leute’ und ‘Reise’. Diese Themen werden von nun an in der “Hörzu” stärker berücksichtigt. 

Fachzeitschriften

  • Zum 1. September wird Dr. Klemens Werner neuer Geschäftsführer des Fachverlags der “Verlagsgruppe Handelsblatt”. Er tritt die Nachfolge von Johannes Höfer an, der den Verlag zum Jahresende verlässt, wie Claudia Michalski, Geschäftsführerin der “Verlagsgruppe Handelsblatt” bekannt gab. Der Fachverlag bringt u.a. die Titel “Der Betrieb”, “absatzwirtschaft”, “Corporate Finance”, “KoR”, “Creditreform”, “OrganisationsEntwicklung”, “Der Aufsichtsrat” und “Kurs” heraus.
  • “WiWo”-Redakteur Ulrich W. Hanke verlässt die “Verlagsgruppe Handelsblatt” und geht zu den “Gruner + Jahr”-Wirtschaftsmedien (“Capital”, “Börse Online”, “FTD” und “impulse”). Der 35-Jährige wird in der Redaktion Frankfurt dem Produkte-Team angehören und über Aktien, Anlagestrategien und Finanzprodukte berichten.
  • Ab sofort ist Florian Brückner Chef vom Dienst bei den “dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten”. Der 36-Jährige kommt von “Handelsblatt Online”, wo er zuletzt als Reporter für das Ressort Politik zuständig war. Bei “dpa-AFX” unterstützt Brückner Chefredakteur Heinz-Rudolf Othmerding und soll u.a. bei der Weiterentwicklung des internationalen Nachrichtenangebots mitwirken.
  • Neuer Gesamtanzeigenleiter beim Hamburger Medienhaus “Quarto Media GmbH” ist Guido Simon, der vom “Jahr Top Special Verlag” kommt. Der 43-Jährige betreut das Anzeigengeschäft für vier Special Interest-Titel (u.a. “SegelJournal”, “Meer & Yachten”) und sämtliche Corporate Publishing-Medien des Unternehmens, zu dessen Kunden u.a. die “TUI AG”, “Deutscher Hochseesportverband Hansa”, die “Handelskammer Hamburg”, die Fluggesellschaft “Germania”, die “Mino GmbH” und Unternehmen aus der Immobilienbranche gehören.

Broadcast

  • Der Sender “Sat.1” hat im Juli mit einem Monatsmarktanteil von 9,1% bei den 14 bis 49-Jährigen einen Tiefpunkt erreicht. Der Sender hat sich zwar nach dem Fußball-Monat Juni mit einem Anstieg von 0,6% verbessert, liegt aber im Vergleich zum Vorjahr um einen vollen Prozentpunkt im Minus. Auch schon vor Olympia-Beginn hatte der Sender Schwierigkeiten, Marktanteile im zweistelligen Bereich zu erreichen. Während auch “RTL” Verluste machte, war der Juli für “Vox” und “RTL II” ein Erfolg.
  • Sowohl “Sat.1” als auch “ProSieben” bekommen neue Geschäftsführer. Bei Sat.1 übernimmt ab 1. Oktober Nicolas Paalzow den Posten von Joachim Kosack, der zur “Ufa” wechselt. Bei “ProSieben” übernimmt Wolfgang Link die Geschäftsführung von Jürgen Hörner, der sich künftig auf die Geschäftsführung von “ProsiebenSat.1 TV Deutschland” konzentriert.
  • Das Abrufangebot “Sky Go” des deutschen Pay-TV-Anbieters “Sky” soll demnächst als eigenständiges Produkt vermarktet werden. Das Angebot, das Sportübertragungen, Filme und Serien auf dem PC, iPad, iPhone, iPod touch und Xbox 360 zur Verfügung stellt, ist derzeit mit dem “HD-Paket” oder einer Zweitkarte erhältlich. Einführungsdatum und Preis für “Sky Go” als eigenständiges Produkt stehen noch nicht fest.
  • Teleshopping-Kanal “Channel 21” ändert aufgrund finanzieller Schwierigkeiten radikal sein Konzept. Mit dem “Media for Revenue”-Konzept will Geschäftsführer Klaus Skripalle Kosten sparen. So sollen fortan sowohl die Waren vom Lieferanten selbst gelagert und verschickt werden als auch die Moderatoren von den Unternehmen selbst zur Verfügung gestellt werden. Die Lieferanten wissen besser, was beim Kunden ankommt, so Skripalle. “Channel 21” übernimmt nur noch TV-Produktion, Verkaufsabwicklung, Callcenter und Rechnungsabwicklung.
  • Der Pay-TV-Anbieter “Sky” will mit einem neuen Familien-Paket sein derzeitiges Image als reiner Sportsender korrigieren und sich neu positionieren. Der Sender sei in Deutschland ein Angebot für die ganze Familie geworden, so “Sky”-Chef Brian Sullivan. Das künftige Angebot soll sich zu einem “sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis” an Familien richten, konkrete Inhalte nannte Sullivan jedoch nicht.
  • Seit 1. August wird das vor sechs Jahren eingeführte IPTV in die TV-Quoten-Ermittlung für die 5.000 Haushalte, aus deren TV-Nutzung die Zuschauerzahlen für alle rund 36 Millionen privaten Haushalte hochgerechnet werden, mit einbezogen. Mit der Einführung der neuen Audiomatching-Technik, die zum Erfassen der IPTV-Werte notwendig ist, kann künftig auch die Nutzung von TV-Inhalten am Computer erfasst werden.