06. September 2012

Media Updates

Internet Medien

  • Ingenieur Raffael Zeller und Architekt Sven Borger gründen “Androgon.de”, ein neues Online-Magazin für Männer, denen die Vergleichszeitschriften der Männer-Sparte zu modelastig und nicht tiefgründig genug sind. Die Neuerscheinung soll Themen rund um Extremsportarten, Lebensgefühl aktiver Menschen und Kunst und Kultur behandeln und Männer zwischen 18 und 49 Jahren ansprechen, so Chefredakteur Borger, der das Magazin mit einem bundesweit zusammengesetzten Expertenteam realisiert. Die beiden Macher, selbst Extremsportler, planen außerdem eine englischsprachige Website, eine deutsche Printversion sowie eine Event-Reihe für das Jahr 2013.
  • “Burda News Group”-Geschäftsführer Burkhard Graßmann präsentiert – im Marktvergleich recht spät – die neuentwickelte “Focus”-Tablet-App  für die Betriebssysteme iOS und Android. Eine Ausgabe der App kostet 2,99 Euro und enthält animierte Grafiken, Bildergalerien und Links zum Online-Angebot des Magazins, verzichtet aber mit dem Schwerpunkt “gut recherchierter Journalismus” bewusst auf “Effekthascherei”, so Graßmann. Innerhalb der “Focus”-Redaktion ist Gregor Haake für die mobile Anwendung verantwortlich.
  • Die britische “Perform”-Gruppe, die im November 2012 die Sport Website “Spox” kaufte, übernimmt nun auch “Sportal.de”, wie der “Perform Deutschland”-ChefManuel Lopez mitteilte. Das Hamburger Sport-Portal mit spezieller Live-Ticker-Expertise beliefert u.a. “Spiegel.de”, “SZ.de” und “RTL/Sport” mit Sportcontent. Nach der Integration von “Sportal.de” in die “Perform”-Gruppe sollen die Redaktionen von “Spox” und “Sportal” eng zusammenarbeiten.
  • Die “Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung” (“AGOF”) legt zum dritten Mal eine Reichweitenstatistik der mobilen Welt vor, die “Mobile Facts 2011”. Bei den Vermarktern führt mit großem Abstand “G+J Electronic Media”, gefolgt von “Interactive Media” und “Tomorrow Focus Media”. Beim Reichweitenranking von Apps – erfasst über alle Plattformen hinweg – liegt “TV Spielfilm” vorn, vor “Wetter.com” und “Web.de”. Bei den mobilen Sites steht an erster Stelle “Bild.de Mobil” – es folgen “Gute Frage Mobil”, “Spiegel Mobil”, “Vodafone Life Mobil” und “Deutsche Telekom Mobil”.

Tageszeitungen

  • Nach einem Bericht des Fachmagazins “Journalist” soll die Übernahme des Mehrheitsanteils an der “Saarbrücker Zeitungsgruppe” durch die “Mediengruppe Rheinische Post” kurz bevorstehen, eine diesbezügliche Grundsatzvereinbarung sei abgeschlossen worden. Verhandlungspartner des Kaufinteressenten ist als Anteilseignerin der “Saarbrücker Zeitung” die “Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar” (“GBS”), die zwischenzeitlich ihre Anteile von 26 auf 46,9 Prozent erhöht hatte und bis Ende 2014 auch den Rest der Anteile des bisherigen Mehrheitsgesellschafters “Verlagsgruppe Holtzbrinck” übernehmen sollte. Von Anfang an bestand jedoch die Absicht, die erworbenen Anteile an einen Verlagspartner abzutreten, der die “Saarbrücker Zeitung” als einflussreiche Stimme des Saarlands erhält. Als essenziell für die tatsächliche Durchführung des Verkaufs gilt der Verbleib des Konzernsitzes in Saarbrücken und der Erhalt einer Vollredaktion für die “Saarbrücker Zeitung”.
  • Zum 1. September baut “Axel Springer” die Personalstruktur im Bereich ‘Vertrieb Bildgruppe und Zeitschriften’ um und demonstriert dabei verstärkte Konzentration auf den Bereich ‘digitale Produkte’. Unter der bisherigen Leiterin Simone Schwartau, 37, wird der Vertriebsbereich ‘Strategie Print und Digital’ in den neuen Bereich ‘Business Developement’ überführt. Schwartau soll insbesondere das Digitalgeschäft weiterentwickeln. Die Leitung ‘Produktmanagement und Social Media’ übernimmt Sascha AdamThomas Brindöpke, bisher Marketing-Leiter “Bild digital”, wird Vertriebsleiter der digitalen Produkte von “Bild”.
  • Was das Verhältnis von Vertriebs- und Anzeigeneinnahmen betrifft, nimmt die “taz” eine Sonderstellung im Markt ein. Während in der gesamten Zeitungsbranche der durchschnittliche Vertriebsanteil bei rund 55 Prozent liegt, machen die Vertriebseinnahmen der “taz” 87,4% aus und bleiben damit zu den Anzeigeneinnahmen in stabiler Relation. Der überwiegende Anteil der Vertriebserlöse der “taz” wird im Abonnementgeschäft erwirtschaftet, nur etwas mehr als 10 Prozent erbringt der Einzelverkauf.
  • Das erste digitale Sonntags-Paper der “NW” (“Neue Westfälische”) startete am vergangenen Sonntag.  Das wöchentlich erscheinende E-Paper ist nur für “Neue Westfälische”-Abonnenten zugänglich. Ein E-Paper der “NW” ist zum Preis von 17,30 Euro erhältlich, für Print-Abonnenten wird dafür ein Aufpreis von 3 Euro erhoben. Die neu hinzugekommene digitale Sonntagsausgabe soll den Lesern vor allem Lokal- und Servicethemen der Woche nahebringen.

Zeitschriften

  • Sabine Hofmann, Chefredakteurin von “Myself” kündigt den Ausbau des Führungs- und Redaktionsteams des” Condé-Nast”-Titels an. Die neu geschaffene Position des Editor at Large übernimmt Sebastian Glubrecht. Der 35-Jährige schrieb zuvor u.a. für “Tagesspiegel”, “stern”, “Süddeutsche Zeitung Magazin” und “nido”. Neuzugang Marija Latkovic, zuvor tätig für “Cosmopolitan” und die “ARD”-Programmdirektion, leitet ab sofort das Ressort ‘Denken & Fühlen’, Cornelia Haff, seit 2002 für den Verlag tätig, führt das Ressort ‘Zuhause’ und ‘Endecken’.
  • Zum 1. September hat der “Intro Verlag” ein neues, monatlich erscheinendes Stadtmagazin für Berlin herausgebracht. Neben der Printversion gibt es eine wöchentliche iPad-Ausgabe und einen Online-Auftritt. Das Gratismagazin erscheint in der Printversion in einer Auflage von 35.000 Exemplaren mit 10 Ausgaben pro Jahr, die an 300 Auslagestellen in Berlin verteilt werden. Der inhaltliche Schwerpunkt des Hefts liegt in Informationen zu Veranstaltungen und zum Nachtleben der Hauptstadt.
  • Der fünffache “Gruner + Jahr”-Magazin-Chefredakteur Stephan Schäfer, präsentiert als neuer Chef von “Häuser” eine Überarbeitung des Klassikers im Segment Architektur und Wohnen. Der Schwerpunkt des in schlicht-edlem Stil modernisierten Heftes wird künftig in den Bereichen Architektur und Design liegen. Entsprechend wurde der Untertitel geändert: Statt “Architektur. Wohnen. Design. Kunst. Garten” heißt er nun “Das Magazin für Architektur und Design”. “Häuser” hat nach deutlichen Verlusten vor allem im Einzelverkauf derzeit eine gesamte Verkaufsauflage (inkl. Abos) von 46.000 Exemplaren.
  • Zwei Wochen vor dem Start der Europacup-Saison präsentiert “Sport Bild” das “Champions League”-Sonderheft, das ab sofort für 3,90 Euro im Handel ist. Die Ausgabe enthält zusätzlich ein Spielplan-Wendeposter mit den Spielplänen der Champions League und Europa League.

Fachzeitschriften

  • Der zur “European Professional Publishing Group” (“EPPG”) gehörende “Detail Verlag” launcht “Grid”, das neue Fachmagazin zu Design, Architektur, Kunst und Mode. Chefredakteur ist Gerrit Terstiege, seit sechs Jahren Redaktionsleiter der Zeitschrift “Form”, das Basis-Layout verantwortet Mario Lombardo. Laut André Weijde, Geschäftsführer der “EPPG”, soll der neue, ab Oktober zweimonatlich in einer Auflage von 10.000 Exemplaren erscheinende Titel “das führende Fachmagazin im Design-Sektor” werden. Der Einzelpreis beträgt 15,50 Euro, das Jahresabo kostet 90 Euro, die Anzeigenseite 4.900 Euro.
  • Das Wirtschaftsmagazin “Economist” setzt eine umfangreiche Marketinginitiative für  nördliche Schlüsselmärkte auch in Deutschland. Zu den jüngsten Aktivitäten gehören der Abdruck von Wirtschaftsnews auf Brötchentüten, Kaffeebechern, Tragetaschen und “Green Graffitis” an öffentlichen Orten. Das “Leseerlebnis, dort wo niemand damit rechnet, ist ideal, um Menschen mit ‘The Economist’ in Kontakt zu bringen”, kommentiert Susan Clark, Group Marketing Director und Geschäftsführerin für Kontinentaleuropa, den Nahen Osten und Afrika.
  • Nach einem Bericht des “Handelsblatt”, der sich auf Kontakte zu einem Vertrauten der “Bertelsmann”-Eigentümerfamilie Mohn stützt, soll die Familie den Börsengang des Konzerns endgültig abgelehnt haben. Ein “Bertelsmann”-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren und verwies auf die Sprachregelung von “Bertelsmann”-Vorstandschef Thomas Rabe, der betonte, dass für die Finanzierung der “Bertelsmann”-Strategie die erforderlichen Mittel zur Verfügung stünden.
  • Der “Bundesverband des Deutschen Versandhandels” (“bvh”) und der Fachmedienanbieter “Deutscher Fachverlag (“dfv”) sowie dessen Tochter der Kongressveranstalter “The Conference Group” (“TCG”) starten 2013 zwei Großveranstaltungen zu Fragen des E-Commerce: “bvh 2.013” (Hamburg, 10./11.04.13) und “etailment Summit 2013” (Berlin, 06./07.11.13). Holger Knapp, Geschäftsführer des “dfv”: “Die Leser unserer Fachmedien TextilWirtschaft, Lebensmittel Zeitung, Der Handel sowie etailment.de sind gegenwärtig intensiv mit … entsprechenden Strategien und Umsetzungsplänen beschäftigt. Sie suchen Informationen und Kontakte, die wir Ihnen jetzt gemeinsam mit einem glaubwürdigen Partner vermitteln”.
  • Die “WAZ Mediengruppe” erweitert ihre Servicepalette mit dem Portal “flinq.de”, das kleineren Werbetreibenden, die keine Agentur einschalten möchten, erlaubt, Anzeigen und Druckerzeugnisse vom Briefpapier bis zum Flyer online zu gestalten und ggf. in den Druck zu geben. Anzeigenkunden der NRW-Tageszeitungen und -Anzeigenblätter werden von “flinq.de” aus zum entsprechenden Medienberater geleitet. “WAZ New Media”-Geschäftsführer Mark-Oliver Multhaup zu “flinq.de”: “Wir bieten damit den Zugang zu professioneller Werbung zu einem Bruchteil der auf dem Markt üblichen Kosten”.

Broadcast

  • Der Chefredakteur “ZDF Geschichte und Gesellschaft” wechselt die Seiten:Alexander Hesse, der seit 1996 für das “ZDF” arbeitete und seit 2006 die Redaktion ‘Geschichte und Gesellschaft’ geleitet hat, geht zur Produktionsfirma “Gruppe 5” Filmproduktion in Köln. Bei dem Unternehmen, das zu den renommiertesten Doku-Produzenten des Landes gehört, steigt Hesse am 1. Oktober als weiterer Geschäftsführer neben Uwe Kersken und Christel Fomm ein.
  • Als Nachfolgerin der ausscheidenden Leiterin des “ZDF”-Landesstudios NRW, Michaela Kolster, die im November als neue Programmgeschäftsführerin von “Phoenix” die Position von Christoph Minhoff übernimmt, soll Dorthe Ferber das Düsseldorfer Studio leiten, so “ZDF”-Chefredakteur Peter Frey. Ferber war als Redakteurin für das “ZDF”-Hauptstadtstudio tätig und berichtete regelmäßig für “Berlin direkt”.
  • Die Münchener Medienunternehmer Gottfried Zmeck (“Mainstream Media AG”) und Hans Ulrich Stoef (“m4e AG”) planen einen neuen Free-TV Sender “Yep!”, der mit Boy-Action-Programmen Jungs von sechs bis 13 Jahren ansprechen und sich durch Werbeeinnahmen finanzieren soll. Der ehemalige “ProSiebenSat.1”-Vorstand, Andreas Bartl, der vertraglich noch an seinen früheren Arbeitgeber gebunden ist, berät die Gründungsgesellschafter über sein neues Unternehmen “Bartl Media”. An den Start gehen soll “Yep!” im Frühjahr 2013.
  • Roman Steuer, Senderchef von “Sky Sport News HD”, präsentiert mit einer Zahl von durchschnittlich 200.000 Zuschauern pro Tag im August die bislang höchsten Zuseherzahlen seit Bestehen des Unternehmens. Gute Resonanz haben Reporter und Redaktion des Senders auch auf “Twitter”: die Fangemeinde von “Sky Sport News HD” ist auf 42.000 angewachsen.
  • Der Nachrichtensender “n-tv” und der Softwareentwickler “Lenz+Partner AG” bieten gemeinsam ab sofort eine Börsensoftware an, die den Nutzern erlaubt, mit Hilfe von Filtern und Diagrammen den Finanzmarkt besser zu überschauen, zu analysieren und schneller auf Änderungen zu reagieren. Eine Watchlist soll laut “n-tv” dem Privatanleger erlauben, stets die notwendige Übersicht über die eigenen Finanzen und Anlagen zu behalten.