10 Dinge, die PR-Profis über Virtual Reality wissen sollten

10 Dinge, die PR-Profis über Virtual Reality wissen sollten

Eintauchen in einen digitalen Raum, weit entlegene Orte im eigenen Wohnzimmer besuchen und Fantasiewelten Wirklichkeit werden lassen – all das ist schon längst kein futuristischer Traum mehr, sondern handfeste Realität. Die Technologie hinter Virtual Reality (VR) wird immer ausgereifter und hat bereits Einzug in zahlreichen Unternehmen gehalten. Auch Virtual Reality-Experte Prof. Frank Steinicke von der Universität Hamburg ist der Meinung: “Die Zeit ist jetzt reif.

Matt Glass – Mitbegründer von Cultural Reality Co. – und Nick Morey – Head of VR bei Dynamo PR – haben uns ihre Top Tipps dazu mitgeteilt, wie sich VR auf die PR-Branche auswirkt.

Die Agenturen, in denen Glass tätig ist, haben auf den VR-Trend reagiert und sind in einen Markt eingestiegen, dessen Wert bis Ende 2016 bis zu 5,1 Milliarden USD betragen könnte.

Im Januar stellte Dynamo PR ein eigenes VR-Team auf – angeführt von Nick Morey – und gewann das Visual Computing-Unternehmen NVIDIA als Kunden, um VR-Grafiken zu vermarkten. In der Folge wurden unter Anderem Journalisten in die “weltweit realistischste Simulation” eingeladen, bei der in einer eiskalten Umgebung der Mount Everest als VR-Erlebnis präsentiert wurde.

Matt Glass und Charli Morgan, die Gründer von The Cult PR, sind noch einen Schritt weiter gegangen und lancierten im Februar ein separates VR-Unternehmen, Cultural Reality Co., in Erwartung des von Facebook unterstützten VR-Headsets Oculus Rift. Von Morey und Glass stammen diese zehn Dinge, die PR-Schaffende über Virtual Reality wissen sollten:

1. VR ist keine Modeerscheinung

Laut Glass hat es anfangs einigen Widerstand gegen Virtual Reality gegeben: “Große Unternehmen investieren viel Geld in VR. Samsung, Facebook, Nokia, Google und (vielleicht) Apple wollen schließlich Umsatz machen. Diese Industrie wird auf jeden Fall bestehen bleiben.”

2. VR ist relativ neu – Man sollte also realistisch bleiben

VR hat auch seine Grenzen. Manche Marken denken vielleicht, dass sie jeden Kunden in ein Gesangs- und Tanzszenario stecken oder ihn einen Rückwärtssalto von einem Helikopter machen lassen können. Ganz so weit ist die Technologie allerdings noch nicht. Bleiben Sie realistisch.

3. Die Erfahrung ist alles

Videos kann man anschauen, Podcasts anhören und Spiele spielen, aber VR kann man nur erleben und erfahren. Die einzige Möglichkeit für eine Marke, zu wissen, ob VR für sie funktioniert oder nicht, ist es immer wieder auszuprobieren, so Morey und Glass.

4. Holen Sie sich Inspiration aus der Gaming-Industrie

Besuchen Sie Gaming-Events. So gewinnen Sie einen viel tieferen Einblick in den Entwicklungsprozess und werden Zeuge von einigen Beispielen “atemberaubender” Kreativität, so Morey. Dies wird Ihnen dabei helfen, eigene Ideen zu formen und eine VR-Kampagne zu entwerfen, die sowohl realistisch als auch mit den Zielen Ihrer Marke vereinbar ist.

5. Dass VR “isoliert” stattfindet, ist eine großartige Chance für Marken

Ein Werbespot im TV oder eine Anzeige in einer Zeitschrift lässt sich leicht überspringen oder ignorieren. Wenn jemand aber ein Virtual Reality-Video ansieht, sieht er ausschließlich, was vor ihm ist. Sie entscheiden, was Ihr Kunde erlebt.

6. Denken Sie sich neue PR-Gags aus

Mit VR können Verbraucher Ihren PR-Gag erleben, statt ihn nur zu als Video zu sehen. Anders als bei Ereignissen in der physischen Welt müssen Sie sich aber hierbei keine Gedanken um Sicherheitsmaßnahmen für Flashmobs machen oder sich darum sorgen, ob Ihre Teilnehmer pünktlich sind oder ob Sie an einem bestimmten Ort filmen dürfen.

7. Betonen Sie Qualität über Quantität

Welches Medium brauchen Sie tatsächlich? Würde ein Video in 2D auch ausreichen? Wenn Sie eine Erfahrung schaffen wollen, die zur Zeit nicht realisierbar ist (zum Beispiel, in einem Gebäude, das noch nicht gebaut wurde), dann ist VR womöglich die richtige Lösung für Sie.

8. VR ist teuer

VR kann Webseite, E-Commerce-Shop, App und Erfahrung in einem sein. Aber entsprechend hoch sind leider auch die Kosten.

9. VR sollte keine Nebensache in Ihrer Kampagne sein

Laut Glass kostet ein VR-Video in guter Qualität fast €40.000 kosten und viel Zeit in Anspruch nehmen. Es sollte also eine zentrale Rolle in Ihrer Kampagne spielen und nicht wie ein nachträglicher Einfall wirken.

10. Vermarkten Sie Ihre Marke, nicht VR

Es geht darum, eine spaßige oder interessante Erfahrung zu schaffen, die mit Ihrer Marke zusammenhängt und sie unterstützt. Sie müssen es mit der Technik nicht übertreiben. “Das wäre dann wie zu viele Special Effects in einem Film,” meint Glass, “Irgendwann würde es langweilig werden.”

Unser Webinar mit Glass und Morey zum Thema Virtual Reality finden Sie hier.