Knappe Zeit und knappe Budgets sind in der PR gang und gäbe. Da kommt es umso mehr auf die richtige Strategie und digitale Tools an.

 

Online first und YouTube-Influencer als Hype: Wer diese Trends als eine Art Dogma sieht, wird wertvolle Aufmerksamkeit einbüßen. Das verdeutlicht der neue news aktuell Trendreport 2019, der im März 2019 mehr als 1.500 Journalisten, PR-Profis und Influencer parallel befragte.

Journalisten auf Platz eins

Ein wenig überraschend sind Journalisten für deutsche PR-Profis immer noch mit großem Abstand die wichtigsten Influencer: 86 Prozent der PR-Profis sprechen ihnen die größte Relevanz für ihre Arbeit zu, nur 18 Prozent sehen dagegen Social-Media-Promis und Blogger als bedeutend an. Dabei gibt es Unterschiede zwischen PR-Agenturen und interner Unternehmenskommunikation: Rund ein Drittel der PR-Agenturen setzen auf Instagrammer und YouTuber, weit weniger auf Pressesprecher. Doch fast die Hälfte der Unternehmen bauen auf die eigenen Mitarbeiter als Corporate Influencer, ermittelte die Umfrage.

Der Cision European Communication Monitor 2019, die weltweit größte Studie zum Status Quo der Kommunikations- und PR-Branche, ergänzt, was die besten Botschafter für Unternehmen sind: Externe Experten, das Top-Management, Fans und ganz normale Mitarbeiter werden als deutlich vertrauenswürdiger empfunden als PR, Marketing- und Vertriebsexperten.

Vertrauen als wichtigste Währung

Letztlich geht es um verlässliche Informationen, für die traditionelle Medien trotz aller Skandale am stärksten stehen – ob gedruckt oder online. Journalisten schätzen laut Trendreport Ihre eigene Glaubwürdigkeit auch als hoch ein: 59 Prozent meinen, sie sei in den vergangenen zwei Jahren gestiegen. Ein ähnliches Ergebnis hatte auch der State of the Media Report 2019 von Cision.

Die Entwicklung zu mehr Glaubwürdigkeit und Einfluss der klassischen Medien wollen die PR-Profis nutzen: Laut dem European Communication Monitor 2019 ist die persönliche Zusammenarbeit mit Journalisten, Influencern und Bloggern auch mehrheitlich von großem Vertrauen gekennzeichnet. In Folge sehen laut Trendreport 58 Prozent der PR-Profis, dass ihr allgemeiner Einfluss in den vergangenen zwei Jahren deutlich gestiegen ist. Als Grund nennen sie die qualitative Verbesserung ihrer Inhalte.

Doch der State of the Media Report 2019 von Cision attestiert: Die Angebote von PR-Profis müssen noch relevanter und zielgerichteter werden. Dabei helfen Daten über Themen und alle Influencer – ob Journalist oder Blogger. Digitale Tools unterstützen bei der Analyse, dem Outreach und der Erfolgsmessung – damit die Strategie auch auf die Straße kommt.

Fazit

Mit der Digitalisierung spielen Daten eine immer wichtigere Rolle für Journalisten. Laut State of the Media Report 2019 entscheiden Journalisten verstärkt auf Basis von Daten, welche Stories für ihre Leser interessant sein könnten – so wie PR-Profis auf Basis von Daten entscheiden, für welche Journalisten ihre Meldungen hilfreich sein könnten.

Kurz und gut: Es kommt immer mehr darauf an, die passende Strategie aus seinen Zielen und Zielgruppen abzuleiten, Ergebnisse zu messen und die Taktik agil anzupassen. Nur dann wird die ohnehin knappe Zeit erfolgreich genutzt.

 

 

 

 

uwe.schick@schick-communications.net'

About Uwe Schick

Dieser Autor hat noch keine Biografie hinzugefügt.
Meanwhile lets just say that we are proud Uwe Schick contributed a whopping 3 entries.