In den letzten Jahren hat die Verbreitung von Falschinformationen dramatisch zugenommen, wodurch Marken vor neue Herausforderungen gestellt werden.    

 

PR- und Kommunikationsprofis müssen verstehen, wie Falschinformationen ihre Marken beeinflussen und welche Strategien zur Abwehr solcher Bedrohungen effektiv sind. Dieser Beitrag beleuchtet den Aufstieg von Falschinformationen und bietet proaktive sowie reaktive Lösungsansätze, unterstützt durch fortschrittliche Technologien, um das Markenvertrauen zu schützen und wiederherzustellen.     

Das Aufkommen von Falschinformationen und ihre Ursachen

Falschinformationen – definiert als falsche oder ungenaue Informationen, die in die Irre führen können – sind in unserer vernetzten Welt zu einem bedeutenden Problem geworden, nicht nur für Medien, sondern auch für Einzelpersonen, Organisationen und die Gesellschaft insgesamt. Die Verbreitung solcher Informationen stellt Marken und deren PR- sowie Kommunikationsteams vor große Herausforderungen, da sie für die Genauigkeit und Zuverlässigkeit ihrer Kommunikation verantwortlich sind und gleichzeitig selbst Ziel von Falschinformationen werden können.

Die Ursachen für Falschinformationen sind vielfältig und tief in der digitalen Konnektivität unserer Zeit verwurzelt. Die schnelle Verbreitung von Informationen, kombiniert mit der Möglichkeit, Fotos, Videos und Audiodateien zu manipulieren, erleichtert die Verbreitung irreführender Inhalte. Eingebaute Algorithmen, die Engagement über Genauigkeit stellen, und die menschliche Neigung, starke Emotionen auslösende Inhalte zu teilen, ohne deren Wahrheitsgehalt zu hinterfragen, tragen zur Verbreitung von Falschinformationen bei.

Verschiedene Formen von Falschinformationen, wie Clickbait, Verschwörungstheorien, durch künstliche Intelligenz erzeugte Deepfakes und erfundene Nachrichten, können sowohl unbeabsichtigt als auch absichtlich zur Täuschung anderer verbreitet werden. Dies macht es für PR- und Kommunikationsprofis unerlässlich, Strategien zur Identifizierung und Bekämpfung von Falschinformationen zu entwickeln, um den Ruf ihrer Marke zu schützen und das Vertrauen der Verbraucher zu erhalten. 

4 Arten von Falschinformation
 
 

Die Auswirkungen von Falschinformationen auf den Ruf einer Marke 

Die Auswirkungen von Falschinformationen auf den Ruf einer Marke sind tiefgreifend und können das langjährig aufgebaute Vertrauen zwischen Marke und Verbraucher in Sekunden zerstören. Die Bandbreite der Risiken reicht von irreführenden Angaben über Produkte, erfundene Skandale bis hin zu Falschdarstellungen bezüglich Unternehmenspolitik und -führung. Angesichts des digitalen Zeitalters, in dem Informationen und Desinformationen gleichermaßen schnell verbreiten, stehen PR- und Kommunikationsteams vor der Herausforderung, den Ruf ihrer Marke zu schützen und wiederherzustellen.

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung in Deutschland zeigt, dass 84% der Befragten Desinformationen im Internet als großes oder sehr großes Problem für die Gesellschaft sehen, wobei 81% betonen, dass diese eine reale Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie darstellen. Fast die Hälfte der Befragten ist unsicher, ob Informationen im Internet der Wahrheit entsprechen, und ein Drittel hat in den letzten Monaten Desinformationen wahrgenommen, was die Bedeutung einer wachsamen und proaktiven Rolle von PR- und Kommunikationsteams unterstreicht.

Desinformationen dienen vornehmlich der Manipulation der politischen Meinung, Beeinflussung von Wahlen und Spaltung der Gesellschaft, wobei über 90% der Befragten dies als Ziel der Desinformationsverbreiter sehen. Dies untermauert die Notwendigkeit für Marken, sich aktiv in den Schutz und die Wiederherstellung ihres Rufs einzubringen, insbesondere in einem Umfeld, in dem soziale Medien die Verbreitung falscher Nachrichten beschleunigen. PR- und Kommunikationsteams müssen daher nicht nur wachsam sein, um Falschinformationen zu bekämpfen, sondern auch proaktiv Maßnahmen ergreifen, um Vertrauen aufzubauen und zu erhalten. Das bedeutet, in Echtzeit auf die sich schnell verbreitenden Falschnachrichten zu reagieren und gleichzeitig daran zu arbeiten, das Vertrauen und den Ruf der Marke wiederherzustellen, sollte es durch Falschinformationen beeinträchtigt worden sein.

Grafik Bertelsmann Stiftung
 

PR-Strategien zur Bekämpfung von Falschinformationen  

Im heutigen digitalen Zeitalter, wo Falschinformationen schnell Verbreitung finden, ist es für PR- und Kommunikationsteams essenziell, effektive Strategien zur Bekämpfung dieser Herausforderungen zu entwickeln. Ein vierstufiger Ansatz bietet sich an, um die Integrität der Marke zu schützen und das Vertrauen des Publikums aufrechtzuerhalten.

1. Proaktiver und kontinuierlicher Markenaufbau: 

Der Schlüssel liegt darin, ein starkes Markenimage und Vertrauen aufzubauen, bevor eine Krise eintritt. Dies beinhaltet eine konsequente Kommunikation der Kernwerte sowie die Etablierung von Transparenz und Authentizität. Unternehmen sollten sich nicht nur auf reaktive Maßnahmen verlassen, sondern kontinuierlich positive Geschichten über ihre Marke erzählen, um eine solide Vertrauensbasis zu schaffen. 

 

2. Aufrechterhaltung eines Dialogs: 

Durch Social Listening und Medienbeobachtung können PR-Teams Einblicke in die Wahrnehmung ihrer Marke gewinnen und proaktiv auf Bedenken oder Missverständnisse reagieren. Diese kontinuierliche Aufmerksamkeit ermöglicht es, frühzeitig auf potenzielle Falschinformationen zu reagieren und diese mit fundierten, aufklärenden Inhalten zu bekämpfen.

3. Authentizität in der Krisenkommunikation: 

In Zeiten der Krise zählt die Stimme von authentischen Experten. Transparente, ehrliche Kommunikation von Markenführung und Fachexperten kann dazu beitragen, Falschinformationen wirksam entgegenzutreten. Es ist wichtig, dass Unternehmen schnell reagieren und klare Fakten kommunizieren, um falsche Narrativen zu korrigieren und den Ruf der Marke zu schützen.

 

4. Krisenkommunikationsplan: 

Eine sorgfältige Vorbereitung und schnelle Reaktionsfähigkeit sind entscheidend, um auf durch Falschinformationen ausgelöste Krisen effektiv zu reagieren. Ein Krisenreaktionsteam sollte bereitstehen, um mit koordinierten Botschaften und Maßnahmen rasch zu agieren. Eine klare Strategie für interne und externe Kommunikation hilft dabei, den Schaden zu begrenzen und das Vertrauen in die Marke zu stärken oder wiederherzustellen.

Wie Sie erfolgreich Ihre Krisenkommunikation vorbereiten und umsetzen, darauf gehen wir ausführlich in unserem Whitepaper "Krisenkommunikation" ein.  

 

Identifizierung aller notwendigen Kanäle, über die Sie Ihre Krisenkommunikation verbreiten können, z. B. Newsroom, Blog, E-Mails und auf Ihren Social-Media-Seiten. Überwachung der traditionellen und sozialen Medienberichterstattung über Ihre Marke, um möglichen Problemen einen Schritt voraus zu sein.

Transparente Kommunikation, die das Problem, die Auswirkungen auf die Beteiligten und die wichtigsten Schritte zur Verhinderung einer weiteren Eskalation darlegt.

Einrichtung - und regelmäßige Aktualisierung - einer Kommunikations-"Drehscheibe", an die sich die Beteiligten (Kunden, Aktionäre usw.) wenden können, um die neuesten Informationen und Entwicklungen zu erhalten.

Identifizierung einer Gruppe von Befürwortern und Partnern, die Ihre Position bestätigen und Fakten untermauern.

Erstellung einer speziellen Liste relevanter Medienkontakte, die dabei helfen können, wichtige Botschaften schnell an die entsprechenden Zielgruppen weiterzugeben.

Implementierung einer Strategie zur Überprüfung nach der Krise, um zu analysieren, was effektiv gehandhabt wurde und wo es Raum für Verbesserungen gibt. 

 

Durch die Umsetzung dieser Strategien sind PR- und Kommunikationsteams gegen die Verbreitung von Falschinformationen gut aufgestellt und können sicherstellen, dass ihre Marke als vertrauenswürdige Quelle wahrgenommen wird. In einer Zeit, in der falsche Nachrichten sich sehr schnell verbreiten können, ist eine proaktive und strategische Kommunikation unerlässlich, um den Ruf und das Vertrauen der Marke zu wahren. 

 

Cision Communications Cloud - ComTech - PR Software
 

Effektiver Einsatz von PR-Technologie im Kampf gegen Falschinformationen 

In der heutigen digitalen Ära spielt Technologie eine zentrale Rolle in der PR und Kommunikation, insbesondere im Umgang mit der Herausforderung von Falschinformationen. Die Verfügbarkeit einer breiten Palette digitaler Kommunikationsplattformen und Messaging-Apps ermöglicht es zwar, dass sich falsche Nachrichten schnell verbreiten und potenziell den Ruf einer Marke schädigen, doch bieten moderne Kommunikationstechnologien (CommTech) und PR-Software gleichzeitig wirkungsvolle Mittel, um diesen Bedrohungen entgegenzuwirken.

Der Schlüssel zum erfolgreichen Einsatz von PR-Technologie liegt in der Überwachung und dem Aufdecken von Falschinformationen. Durch fortschrittliche Medienbeobachtungs-Tools, die Social Listening und Stimmungsanalysen umfassen, können PR-Teams die öffentliche Wahrnehmung ihrer Marke in Echtzeit verstehen und analysieren. Diese Tools ermöglichen es, Markenerwähnungen über ein breites Spektrum von Medienkanälen hinweg zu verfolgen – von traditionellen Medien wie Fernsehen und Radio bis hin zu sozialen Medienplattformen. Eine tiefgehende Analyse der gesammelten Daten hilft dabei, potenzielle Krisen frühzeitig zu erkennen, Falschinformationen effektiv zu bekämpfen und strategische Maßnahmen zum Reputationsmanagement zu ergreifen.

Gleichzeitig können Sie mit diesen Tools auch auf das Narrativ einwirken, indem Sie die Kommunikations-Möglichkeiten nutzen, um Ihre Botschaften durch Pressemitteilungen, gezielter 1:1 Kommunikation oder durch Posts auf sozialen Netzwerken zu veröffentlichen.

Der gezielte Einsatz von CommTech und PR-Software stellt somit eine wesentliche Komponente im modernen PR-Toolkit dar. Sie versetzt Kommunikationsprofis in die Lage, proaktiv zu agieren, anstatt lediglich auf Krisen zu reagieren, und stärkt damit die Resilienz von Marken in einem informationsüberfluteten digitalen Umfeld.

 

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