10 fesselnde Bücher über Journalisten und Journalismus

Journalisten als Hauptfiguren - 10 Romane und Graphic Novels, die Sie kennen sollten

Auf der Leipziger Buchmesse werden sich am kommenden Wochenende wieder zahlreiche Verlagsvertreter, Schriftsteller, Blogger und Buchliebhaber tummeln, um Neuheiten der Branche zu entdecken. Und selbstverständlich werden auch viele Journalisten vor Ort sein, um über die Messe und Autoren zu berichten. Dabei vergisst man leicht, dass in zahlreichen literarischen Werken Journalisten oder der Journalismus generell zum wesentlichen Akteur avancieren. Das hat mal mehr und mal weniger mit der Realität zu tun – liest sich aber meist ungemein spannend. Sind Sie neugierig und wollen die ersten Frühlingstage mit einem spannenden Buch verbringen? Dann suchen Sie sich ein sonniges Plätzchen, schlürfen den ersten Kaffee im Freien und lassen Sie sich von einem (oder mehreren) der folgenden Bücher in den Bann ziehen. Cision wünscht viel Spaß beim Schmökern!

Evelyn Waugh: “Die große Meldung” (Scoop, 1938)

Nach einer Verwechslung wird der Natur-Rubrik-Redakteur William Boot versehentlich nach Ishmaelia geschickt, um über den bevorstehenden Krieg zu berichten. Zunächst überfordert mit der neuen Situation, gelingt ihm schließlich “Die große Meldung” – und das vor all seinen renommierten Kollegen. Mehr Infos.

Max Brod: “Prager Tagblatt” (1957)

In einer Zeit voller politischer Spannungen versuchen die Redakteure des Prager Tagblatt stets eine liberale vermittelnde Position zu wahren. Zwischen der Redaktion, dem Prager Nachtleben und einer ungewöhnlichen Liebesbeziehung lebt der Ich-Erzähler ein ereignisreiches Leben, immer beeinflusst von der Tagespolitik. Mehr Infos.

Antonio Tabucchi: “Erklärt Pereira” (Sostiene Pereira, 1994)

Lissabon 1938: Der zurückgezogen lebende Redakteur Pereira möchte nichts von dem faschistischen Regime wissen und vertieft sich lieber in Buchübersetzungen. Als er jedoch auf den jungen Monteiro Rossi trifft, der ein politischer Widerstandskämpfer ist, erwacht er langsam aus seiner schützenden Isolation. Mehr Infos.

Umberto Eco: “Nullnummer” (Numero zero, 2015)

Nach einem Einbruch fühlt sich der Journalist Colonna bedroht. Sein Doppelleben zwischen seinem Dasein als VIP-Redakteur und Enthüllungsjournalist scheint aufzufliegen. Eine unruhige Zeit bricht für ihn an, mit ungewissem Ausgang. Mehr Infos.

Heinrich Böll: “Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann” (1974)

Die bescheidene Haushälterin Katharina Blum führt ein ruhiges und angenehmes Leben, bis sie sich in einen polizeilich gesuchten Verbrecher verliebt. Eine Hetzjagd der Medien beginnt und eskaliert in dem ungewollten Besuch des Journalisten Werner Tötges. Mehr Infos.

E. Guibert/F. Lemercier/D. Lefèvre: “Der Fotograf” (Le Photographe, 2003-2006)

1986 begleitete der Fotograf Didier Lefevre eine Gruppe der Organisation Ärzte ohne Grenzen nach Afghanistan. Daraus entstand eine eindrucksvolle Schilderung von Einzelschicksalen, die durch Fotos, Zeichnungen und Erzählungen zum Leben erweckt wird. Mehr Infos.

Tom Rachmann: “Die Unperfekten” (The Imperfectionists, 2009)

Als Cyrus Ott stirbt, übernimmt sein desinteressierter Enkel Oliver die internationale Zeitung. Neben einem chaotischen Führungsstil sind auch die Mitarbeiter und Leser sehr eigen. Und so entwickelt sich eine Handlung über viele kleine Schicksale, die sich teilweise sehr in die Quere kommen. Mehr Infos.

Honoré de Balzac: “Verlorene Illusionen” (Illusions perdues, 1837-1843)

Der junge Schriftsteller Lucien stammt vom Lande. Seine ersten Tage in Paris sind daher alles andere als leicht bis er bei einer Zeitung schnell zu hohem Ansehen gelangt. Der neue Ruhm macht ihn jedoch anfällig für Intrigen, in denen er sich immer auswegloser verstrickt. Mehr Infos.

Brooke Gladstone: “The influencing machine: Brooke Gladstone on the Media” (2011)

Eine Graphic Novel über die Geschichte der Medien – bis hin zum zeitgenössischen Journalismus. Beschrieben wird die Macht under der Einfluss der Medien illustriert durch freche Bilder und interessante Anekdoten. Mehr Infos.

Guy de Maupassant: “Bel-Ami” (1885)

Im Juni 1877 kehrt Georg Duroy von seinem zweijährigen Aufenthalt als Unteroffizier in Algerien zurück. Durch einen Jugendfreund erhält er Zugang zur Zeitungsbranche, hier verhilft ihm sein Charm zu schneller Beliebtheit. Als Herzensbrecher und Liebhaber einflussreicher Frauen steigt er rasch die Karriereleiter hoch bis er sich der Tochter seines Verlegers annimmt. Mehr Infos.

 

Sie sind im Lesefieber und brauchen noch mehr Lesestoff? Dann schauen Sie doch mal bei unserem Medien-Ranking “Literatur – 10 deutsche Blogs, die Sie lesen sollten” vorbei.