Best Practices in der PR: Journalisten und der richtige Social Media-Pitch

Kristine Pole: 'PR-Profis werden zunehmend unabhängiger von Journalisten'


Im Rahmen der mittlerweile zum fünften Mal in Folge durchgeführten Social Journalism-Studie wurden auch in diesem Jahr wieder Journalisten dazu befragt, wie sie soziale Medien in ihren Arbeitsalltag integrieren, bewerten und welche Veränderungen sich in der Kommunikation mit PR-Profis ergeben haben.

In diesem Jahr folgten ca. 3.000 Journalisten in 11 Ländern unserem Aufruf. Über die diesjährigen Ergebnisse haben wir bereits unter Anderem in Form eines Länderrankings – dem “Social Journalism-Länderbarometers 2013” – sowie mit den Länderreporten für die USA (inklusive einer Infografik zu den Ergebnissen der USA) und Großbritannien berichtet.

Unseren Blogpost in Bezug darauf, wie deutsche Journalisten soziale Medien in der Arbeit nutzen, finden Sie hier – inklusive einer Typologisierung verschiedener Nutzergruppen.
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In unserer Studie stellten wir fest, dass in Deutschland 48% aller Journalisten am liebsten per E-Mail kontaktiert werden möchten. 6% gaben an, dass sie den Kontakt über soziale Medien bevorzugen – weltweit sind es sogar 25%. Aber nur 5% aller deutschen Journalisten werden von PR-Profis über soziale Medien kontaktiert. Tagtäglich nutzen 87% aller deutschen Journalisten soziale Medien für verschiedenste journalistische Zwecke.

Was aber muss bei einer Kontaktaufnahme über Social Media beachtet werden? Natürlich gibt es hier keine allgemeingültige Methode, die ausnahmslos von allen Journalisten gewünscht wird. Wir haben aber für Sie einige Best Practices zusammengestellt, an denen Sie sich orientieren können, um bessere Beziehungen zu Journalisten aufzubauen und dadurch letztlich Ihre Inhalte weiter verbreiten zu können:

1. Netzwerken und interagieren Sie mit relevanten Social Media-Kontakten

Gute Betreffzeilen und gekonnt formulierte Tweets sind zwar wichtig, aber einer der besten Wege, die Aufmerksamkeit eines Journalisten auf sich zu lenken, ist der, zu einer verlässlichen Quelle zu werden. Lesen Sie, teilen Sie und kommentieren Sie von Ihren Kontakten geschriebene Artikel oder Beiträge in den sozialen Medien. Dadurch wird es einfacher, eine Beziehung zu einem Kontakt herzustellen, die primär nichts damit zu tun hat, die News Ihrer Kunden publizieren zu wollen. Darüber hinaus haben Sie vielleicht Glück und entdecken einen Post, in dem ein Journalist aktiv nach Quellen für eine Story fragt.

2. Recherchieren Sie die Präferenzen Ihrer Kontakte und agieren Sie entsprechend

Natürlich ist dies nicht leicht, wenn Sie mehrere Kunden und diverse Themen zu betreuen haben. Nehmen Sie sich aber dennoch einige Minuten Zeit, um die Themen- und Medienschwerpunkte des jeweiligen Journalisten zu verstehen. Auf lange Sicht verbessern Sie dadurch Ihre Aussicht auf qualitative Inhalte in hoher Quantität und ersparen sowohl sich selbst als auch dem jeweiligen Journalisten Zeit. In unserer Mediendatenbank mit mehr als 1,6 Mio. Einträgen finden Sie nicht nur Kontaktinfos, sondern auch die bevorzugten Kontaktmethoden sowie Profile der jeweiligen Kontakte und Publikationen.

3. Seien Sie ein verlässlicher Partner

Ganz gleich, welche Kontaktmethode Sie letztendlich nutzen – wenn Sie auf Ihre Anfrage an einen Journalisten eine Antwort erhalten, reagieren Sie so schnell wie möglich. Ob Ihre Kontakte Fragen haben, ein Interview oder zusätzliche Informationen wünschen, Journalisten arbeiten meist mit knappen Fristen und strengen Deadlines und möchten am liebsten die Ersten sein, die über eine Story berichten. Wenn Sie schnell antworten und das benötigte Material liefern können, sind Sie schon auf dem besten Weg, eine vertrauenswürdige und verlässliche Quelle zu werden.

Lesen Sie zu dem Thema auch die Serie “Behind the Story” unserer Kollegen aus den USA, in der Journalisten zu genau diesem Thema befragt wurden.

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Mehr zum Thema:

Cision Social Journalism-Studie 2013/14: Ergebnisse für die USA [Infografik und Download]

Social Journalism-Studie 2013/14: Großbritannien – 50% aller Journalisten können nicht ohne soziale Medien

Nutzung sozialer Medien durch deutsche Journalisten: Auch 2013 bleiben „Skeptiker“ die größte Gruppe