Mehr als ein Viertel britischer Journalisten “kann nicht ohne soziale Medien arbeiten”

Mehr als ein Viertel britischer Journalisten "kann nicht ohne soziale Medien arbeiten"

Trotz Bedenken bezüglich Produktivität, Privatsphäre sowie der Zukunft des Journalismus gibt eine zunehmende Abhängigkeit von sozialen Medien unter Journalisten in Grossbritannien; so eines der zentralen Ergebnisse der jährlichen Social Journalism Studie die gemeinsam von Cision und der Canterbury Christ Church University durchgeführt wird.

Diese Bedenken waren allerdings kein Hindernis für eine stärkere Nutzung sozialer Medien im Vergleich zum Vorjahr. Der weiterhin wachsenden Nutzung von sozialen Medien konnten auch die 16% der befragten Journalisten nichts anhaben, die angaben, dass soziale Medien den Untergang für den Journalismus bedeuten.

Weitere Highlights der Studie:

• 39% der befragten Journalisten gaben an, dass soziale Medien ihre Produktivität verbessern

• Das beliebteste soziale Netzwerk britischer Journalisten ist Twitter (80%)

• UK Journalisten verbringen fast genauso viel Zeit auf eher professionellen (54%) wie auf eher privaten sozialen Netzwerken

• Das Alter ist der wichtigste demografische Einflussfaktor in Bezug auf die Nutzung von sozialen Medien unter britischen Journalisten

• Die jeweilige Mediengattung in der Journalisten primär publizieren ist der wichtigste job-bezogene Einflussfaktor in Bezug auf die Nutzung von sozialen Medien

• Die Anwendung des Forrester Research Technographics® Segmentierungsmodells ergab, dass dass sich britische Journalisten in der privaten, nicht arbeitsbezogenen Nutzung sozialer Medien von der allgemeinen Bevölkerung stark unterscheiden. Journalisten sind hier wesentlich aktiver und spielen eine zentrale Rolle in der weiteren Verbreitung von sozialen Medien zum Beispiel durch die Erstellung von Inhalten sowie in der Vernetzung mit anderen Influencern.

“Ein klares Ergebnis der diesjährigen Umfrage ist, dass britische Journalisten – im Vergleich zum letzten Jahr – mit einer größeren Vielfalt von Social Tools arbeiten und mittlerweile für viele ihrer beruflichen Aufgaben auf soziale Medien angewiesen sind. Zum dritten Mal in Folge bestätigten britische Journalisten dass Twitter der de facto Standard ist wenn es um die professionelle Nutzung sozialer Netzwerke geht”, sagte Falk Rehkopf, Geschäftsführer von Cision Cision Germany. “Während im letzten Jahr soziale Medien in der Hauptsache für Eigenwerbung genutzt wurden steht heute die Beschaffung von Informationen im Vordergrund.

 “Allerdings fanden wir auch, dass sich britische Journalisten weit weniger positiv über einige der Auswirkungen von sozialen Medien äußerten; gerade im Hinblick auf das Engagement mit verschiedenen Zielgruppen, der Produktivität sowie der Qualität des Journalismus an sich”, sagte Dr. Ágnes Gulyás, Leitende Dozentin, Fachbereich Medien, Canterbury Christ Church University.

“Wir haben auch eine Typologie in Bezug auf die professionelle Nutzung von sozialen Medien unter britischen Journalisten erstellt”, fügte Kristine Pole hinzu, Hauptdozent Marketing, Fachbereich Medien, Canterbury Christ Church University. “Wir haben fünf Basisprofile mit klaren und sehr unterschiedlichen Nutzungsprofilen und Einstellungen gegenüber sozialen Medien identifiziert [Infografik]. Dieses Wissen um die verschiedenen Denkansätze und Nutzungsmuster von Journalisten hilft gerade PR- und anderen Kommunikations-Profis erfolgreich mit Journalisten zu kommunizieren.”

Laden Sie die ‘Cision Social Journalism Study – UK’ hier herunter.

Über die Cision Social Journalism Studie

Die Cision Social Journalism Studie wird erstellt, um das Verständnis der Medienindustrie über die Annahme sozialer Medien durch Journalisten zu bestimmen sowie die Auswirkungen benutzter sozialer Medien, Technologien & Prozesse auf die journalistische Arbeit zu vertiefen. Dieser Blog Post bezieht sich auf die Ergebnisse der Umfrage unter britischen Journalisten.

Die diesjährige Analyse (inklusive des Social Journalism Barometers) beruht auf Daten von 3.650 vollständig beantworteten Umfragen, die im Sommer 2012 in 11 Ländern gesammelt worden sind.
Insgesamt betrug die Rücklaufquote 3.47%; Die Ergebnisse der Befragung beruhen auf einem Anteil von 47% Frauen und 53% Männer. Die statistische Analyse, basierend auf einem Konfidenzintervall von 95 %, untersuchte die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Untergruppen der befragten Gesamtpopulation.