Social-Journalism-Infographic - UKNach der Infografik mit den Highlights der Social Journalism-Studie 2013/14 für Großbritannien stellen wir heute den vollständigen britischen Report zum Download bereit und einige ausgewählte Statistiken in diesem Blogpost vor.
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Fast alle Journalisten im Vereinigten Königreich nutzen soziale Medien täglich in ihrer Arbeit; die Scheu vor dem sozialen Netz geht zurück.

Der neueste Report stellte fest, dass nahezu alle britischen Journalisten täglich soziale Medien bei ihrer Arbeit einsetzen. Beinahe die Hälfte von ihnen behauptet, ohne soziale Medien wäre ihre Arbeit unmöglich.

Damit erhöht sich der Gebrauch sozialer Medien bei britischen Journalisten auch im dritten Jahr weiterhin, ebenso wie die Spannbreite der verwendeten Tools. Twitter dominiert: 92% der Befragten nutzen die Mikroblog-Plattform regelmäßig im Beruf. Der Anteil der Journalisten, die LinkedIn in irgendeiner Form benutzen, hat sich in den letzten beiden Jahren am meisten erhöht und stieg von 53% auf 83%.

Die Social Journalism-Studie 2013 - Großbritannien-Report
Die diesjährige Studie ergab außerdem, dass britische Journalisten soziale Medien für alle Aspekte ihrer Arbeit verwenden. Veröffentlichung und die Promotion der eigenen Arbeit stehen dabei an erster Stelle (91%), gefolgt von Recherche (89%) und Networking (87%). Besonders bemerkenswert ist die Präferenz britischer Journalisten in Bezug auf die Kommunikation mit PR-Fachleuten. Zwar dominieren E-Mails die Kommunikation zwischen PR-Profis und Journalisten und soziale Medien stehen hier nach dem Telefon an dritter Stelle. Jedoch sagen die Journalisten selbst, dass ihnen mehr Kommunikation über soziale Medien und weniger über Telefon lieber wäre.

Den Auswirkungen von sozialen Medien auf ihre Arbeit standen die Befragten generell positiv gegenüber, auch in Hinblick auf die Beziehung zu ihrer Leserschaft und die Art der Informationsgewinnung. Die sinkende Zahl von Journalisten, die der Meinung sind, dass soziale Medien den Untergang ihres Berufsstandes herbeiführen, spiegelt diese Auffassungen wider. Nichtdestotrotz steigen die Bedenken in Bezug auf die Themen ‘Privatssphäre’ und ‘Big Data’ weiterhin an. Auch das sogenannte Online-Trolling trat als Quelle von Besorgnis hervor.

Die Studie zeigt, dass Journalisten Social Media-Plattformen mehr als je zuvor und für eine immer größere Zahl an Aufgaben benutzen, auch zur Informationsrecherche, zum Kontakt mit Zielgruppen, zur Kommunikation mit PR-Profis und besonders zur Veröffentlichung und Promotion ihrer eigenen Inhalte.

Die Social Journalism-Studie 2013/14 - Großbritannien-ReportDr. Ágnes Gulyás – vom Department of Media, Art and Design der Canterbury Christ Church University und eine der Wissenschaftlerinnen, mit denen Cision an dieser Studie bereits im dritten Jahr arbeitete – sagte dazu: „Journalisten in Großbritannien gehören zu den aktivsten Nutzern von sozialen Medien weltweit. Interessanterweise wächst ihre Social Media-Nutzung weiter an, während sie in manchen Ländern, wie zum Beispiel in den USA oder in Frankreich, stagniert. In unserer Studie stellten wir dieses Jahr auch eine zunehmende Segmentierung der Nutzer von sozialen Medien in Großbritannien in sehr aktive Nutzer einerseits und eher passive oder nur gelegentliche Nutzer andererseits fest.”

Kristine Pole – Programmdirektorin Marketing bei der Canterbury Christ Church University und die zweite leitende Wissenschaftlerin dieser Studie – fügte hinzu: „Journalisten nutzen soziale Medien offensichtlich oft und sehr aktiv. Für die meisten Aufgabenfelder nutzt mittlerweile beinahe jeder von ihnen Social Media-Plattformen: 80% bestätigen, dass sie dank sozialer Medien engeren Kontakt zu ihren Zielgruppen haben. Allerdings haben sie auch einige Bedenken darüber, ob ihrer Produktivität durch Social Media geholfen ist – 25% sagten, ihre Produktivität habe sich dadurch nicht erhöht – das deutet darauf hin, dass es immer noch fraglich ist, ob soziale Medien für den journalistischen Beruf wirklich von Nutzen sein werden.“

Den vollständigen Großbritannien-Report der Social Journalism-Studie 2013 können Sie hier herunterladen.

Über die Cision Social Journalism-Studie:

Die Cision Social Journalism-Studie wird erstellt, um das Verständnis der Medienindustrie über die Annahme sozialer Medien durch Journalisten zu bestimmen sowie die Auswirkungen benutzter sozialer Medien, Technologien & Prozesse auf die journalistische Arbeit zu vertiefen. Die diesjährige Analyse (inklusive des Social Journalism-Barometers) beruht auf Daten von mehr als 3.000 vollständig beantworteten Umfragen, die im Sommer 2013 in 11 Ländern gesammelt worden sind.
Insgesamt betrug die Rücklaufquote ca. 3%. Die Ergebnisse der Befragung beruhen auf einem Anteil von 50% Frauen und 50% Männer. Die statistische Analyse, basierend auf einem Konfidenzintervall von 95%, untersuchte die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Untergruppen der befragten Gesamtpopulation.

Cision und die Canterbury Christ Church University führen diese Umfrage im Jahresrhythmus durch.

Über die Canterbury Christ Church University:

Die Canterbury Christ Church University ist eine moderne Universität, deren Schwerpunkt in der höheren Ausbildung zum öffentlichen Dienst liegt. Sie hat beinahe 20.000 Studenten und fünf über Kent und Medway verteilten Campusse; die Kurse decken ein breites Feld von akademischem und professionellem Fachwissen ab. 93% unserer Studenten, die kürzlich im Vereinigten Königreich einen Abschluss der niedrigeren Semester machten, setzten innerhalb von sechs Monaten ihre Studien in höheren Programmen fort. Die Universität bietet mehr als 1.000 Kurse für Studenten und als professionelles Training an und führt global führende und international anerkannte Forschungsprojekte durch. Mehr Informationen erhalten Sie unter:

www.canterbury.ac.uk

Das Cision Social Journalism-Team:

Falk Rehkopf
 (MBA, BA) – Geschäftsführer, Cision Germany GmbH

Dr Ágnes Gulyás – Leitende Dozentin, Fachbereich Medien, Canterbury Christ Church University

Kristine Pole – Hauptdozentin Marketing, Fachbereich Medien, Canterbury Christ Church University

About Falk Rehkopf

Ehem. Geschäftsführer Cision Germany GmbH