Medien-News: Digitaler Abonnementschließungen steigen; Netzkosten: Konzerne fordern „faire Beteiligung“; Arbeitsmodelle der Gegenwart & Zukunft 

 

++ Verlage verzeichnen steigende Zahl digitaler Abonnementschließungen; Spitzenreiter sind die New York Times und Axel Springer 

++ Telekommunikationskonzerne fordern „faire Beteiligung“ von Tech-Riesen an pandemiebedingt gestiegenen Netzkosten

++ Arbeitsmodelle der Gegenwart und Zukunft: Keine Rückkehr zur Tagesordnung in Sicht

 

 

Verlage verzeichnen steigende Zahl digitaler Abonnementschließungen; Spitzenreiter sind die New York Times und Axel Springer 

Wie dem Global Digital Subscription Snapshot 2021 Q3 zu entnehmen ist, können sich Anbieter von Digitalabonnements auch im dritten Quartal über einen "signifikanten Zuwachs im gesamten Sektor" freuen. Zu den Spitzenreitern gehört die New York Times, die bis Ende September 455.000 neue digitale Abonnentinnen und Abonnenten gewinnen konnte. „Das von der Zeitung erklärte Ziel, 10 Millionen Abonnenten bis Ende 2025 zu erreichen, ist realistisch“, schließt whatsnewinpublishing.com aus dem Erfolgskurs. Auch Axel Springer hat mit inzwischen mehr als einer Million digitaler Abonnementschließungen in Europa einen Meilenstein geknackt. Mehr als 50 Prozent der Gesamteinnahmen des Verlagshauses werden inzwischen durch digitale Einnahmen erzielt. Eine große digitale Reichweite erzielt auch The Guardian – vor allem mit seiner abonnementbasierten Nachrichten-App The Daily. Bis Juli dieses Jahres wurde die App über 400.000-mal abonniert – ein Anstieg von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Ziel des Verlags ist es, bis 2022 über 2 Millionen Abonnements abzuschließen. 

 

Telekommunikationskonzerne fordern „faire Beteiligung“ von Tech-Riesen an pandemiebedingt gestiegenen Netzkosten

In einer gemeinsamen Erklärung appellieren 13 europäische Unternehmen, darunter auch die Deutsche Telekom und Vodafone, an US-Konzerne wie Google, Facebook und Netflix, Fairness an den Tag zu legen. »Ein großer und wachsender Teil des Netzwerkverkehrs wird von großen US-Plattformen generiert und monetarisiert, aber das erfordert kontinuierliche, intensive Netzwerkinvestitionen und Planung durch den Telekommunikationssektor", heißt es in der Erklärung. Um mit den Daten- und Cloud-Diensten von Netflix, Googles Youtube und Facebook zurechtzukommen, seien massive Investitionen in 5G-, Glasfaser- und Kabelnetze erforderlich. Ab 2022 plant allein die Telekom, für den Ausbau in Deutschland jährlich sechs Milliarden Euro aufzubringen. Um diese Ausgaben stemmen zu können, schließt sich der Konzern mit Investoren zusammen wie bei einem Joint-Venture mit dem Infrastrukturinvestor IFM aus Australien.

 

Arbeitsmodelle der Gegenwart und Zukunft: Keine Rückkehr zur Tagesordnung in Sicht

Medienmanager sollten Vorkehrungen zur dauerhaften Etablierung von flexiblen Arbeitsmodellen treffen, rät The Fix auf der Grundlage einer aktuellen Studie des Reuters Institute mit dem Titel "Changing Newsrooms". Das Tempo der Umstellung habe nicht überall mit dem Tempo der digitalen Transformation Schritt gehalten, das seit Pandemiebeginn deutlich angezogen habe. Selbst für Tech-Giganten wie Apple, Google, Microsoft und Facebook sei es eine „Herausforderung“, den Wünschen ihrer Angestellten entsprechend ein dauerhaftes Angebot hybrider Arbeitsmodelle zu schaffen, stellt das Magazin fest. Die Umfrage unter 132 Führungskräften aus 42 Ländern zeige, dass die Mehrheit der Befragten die Umstellung auf hybrides Arbeiten zwar befürwortet (79 Prozent), gleichzeitig aber auch Bedenken in Bezug auf Onboarding, psychische Gesundheit, technische Sicherheit sowie Kreativität und Kommunikation hegt. Um alle Aspekte in Einklang zu bringen, haben Medienunternehmen bereits mit der Erarbeitung von Richtlinien begonnen. Zu ihnen zählt die BBC, die unlängst einen „Leitfaden für bewährte Praktiken zur Durchführung effektiver und integrativer Besprechungen" herausgegeben hat, der unabhängig davon gilt, ob die Meetings persönlich oder online abgehalten werden. „Die Pandemie ist eine echte Bewährungsprobe für Medienmanager, die beweisen müssen, dass sie auch gute Manager sind und nicht nur Journalisten, die zu Managern geworden sind“, schließt The Fix.

 

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Autor: Cision Insights-Team 

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