Aus den Medien: ++ Steueroasen geben Widerstand gegen globale Steuerreform auf ++ Verfechterinnen eines unabhängigen Journalismus teilen sich den Friedensnobelpreis ++ Digitalisierung: nötig, aber schwierig

 


++ Steueroasen geben Widerstand gegen globale Steuerreform auf

++ Verfechter eines unabhängigen Journalismus teilen sich den Friedensnobelpreis

++ Digitalisierung: nötig, aber schwierig

 

 

Steueroasen geben Widerstand gegen globale Steuerreform auf

Nachdem nun auch Estland, Irland und die Kaimaninseln grünes Licht gegeben haben, rückt die von den G20-Staaten angestrebte Einführung eines globalen Mindeststeuersatzes von 15 % für multinationale Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro in greifbare Nähe. Als besonders beachtlich gilt das Einlenken von Irland, das den Europa-Sitz von Großkonzernen wie Facebook, Apple und Google beherbergt. Eine Ursache für die Kehrtwende der Länder, die bisher an ihrer Niedrigsteuerpolitik festgehalten haben, sieht der Spiegel im „international gestiegenen Druck“, der durch die im Juli erzielte Einigung der G20-Finanzminister ausgelöst worden sei. Nach Angaben von CNN rechnet die OECD aufgrund des voraussichtlich ab 2023 geltenden Mindeststeuersatzes, auf den sich nunmehr 136 Staaten und Gebiete verständigt haben, mit Mehreinnahmen von weltweit rund 150 Milliarden Dollar. Die Auswirkungen auf den Fiskus in Deutschland lassen sich noch nicht exakt beziffern.

 

Verfechter eines unabhängigen Journalismus teilen sich den Friedensnobelpreis

Wie die FAZ berichtet, haben Maria Ressa von den Philippinen, Chefin des Online-Nachrichtenportals Rappler, und Dmitri Muratow aus Russland, Chefredakteur der unabhängigen Zeitung Nowaja Gaseta, gemeinsam den mit rund 1,1 Millionen Dollar dotierten Friedensnobelpreis erhalten. „Es ist ein Schock“, kommentierte Ressa die Verleihung. „Aber es sagt viel über den Zustand der Welt heute und den Zustand der Philippinen aus.“ 

Russland bekleidet in der Rangliste für Pressefreiheit der Reporter ohne Grenzen den 150. von 180 Plätzen; die Philippinen befinden sich mit einem kleinen Vorsprung auf Rang 138. Die Intention ihrer Arbeit begründet die Journalistin – auch mit Blick auf die Zurückhaltung sozialer Medien bei der Unterbindung von Hassbotschaften und Fake News – folgendermaßen: „Wenn sich Hass und Lügen schneller und weiter verbreiten als Fakten, dann wird aus Journalismus Aktivismus.“ Das norwegische Nobelkomitee habe offenbar erkannt, „dass eine Welt ohne Fakten eine Welt ohne Wahrheit und Vertrauen ist". Ressa ist seit ihrer öffentlichen Kritik am Drogenkrieg des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte sowie ihrer Aufdeckung von „Troll-Armeen“ im Netz Zielscheibe einer gnadenlosen Verfolgungskampagne der philippinischen Regierung, in deren Rahmen mittlerweile zehn Haftbefehle gegen sie ausgestellt wurden. Auch der russische Preisträger Dmitri Muratow, der die Auszeichnung seinen „im Kampf für die Meinungsfreiheit getöteten“ Mitstreitern widmete, hat sich um die Entlarvung von „Troll-Fabriken“ verdient gemacht. Weitere Themen seiner Zeitung, für die laut der FAZ „viele von Russlands besten Investigativjournalisten“ arbeiten, sind Korruption, Polizeigewalt, Wahlmanipulationen, Truppeneinsätze im In- und Ausland sowie die Lage in Tschetschenien. Gezwungenermaßen erhielten beide Preisträger Glückwünsche ihrer jeweiligen Regierung.

 

Digitalisierung: nötig, aber schwierig

Einen veritablen „Mittelstandsplan” fordert die Arbeitsgemeinschaft (AG) Mittelstand, damit die Interessen kleiner und mittelgroßer deutscher Unternehmen bei der neuen Regierung Gehör finden. Laut der AG bedürfe es eines „stabilen“ Mittelstandes mit ausreichend Spielräumen für unternehmerische Freiheiten, Innovationen und Investitionen, damit die Grundlagen für den Erhalt des Wohlstands gewährleistet seien. Dies alles hänge, unter anderem, enorm damit zusammen, dass in Zukunft die Energiewende gemeistert, Deutschland digitalisiert und Alterssicherung stabilisiert werden könne.

Eine Bitkom-Studie unterfüttert, dass die Wichtigkeit von Digitalisierung kleinen und mittelgroßen Unternehmen zwar bewusst ist, diese oftmals aber hinterherhinken. 51 Prozent der mittelständischen Firmen geben an, sich als „Nachzügler“ zu bezeichnen, wenn es um die Digitalisierung von Geschäfts- und Verwaltungsprozessen geht. 39 Prozent der befragten Unternehmen geben an, im vergangenen Jahr in die Digitalisierung dieser Prozesse investiert zu haben. Laut Nils Britze, Bereichsleiter Digitale Geschäftsprozesse bei Bitkom, liegen diese Rückstände vor allem in „strukturellen Digitalisierungsdefiziten“ begründet, welche „im Mittelstand schon seit längerer Zeit bestehen“.

"Die Corona-Krise und der damit verbundene Einbruch der Weiterbildungsaktivität trägt dazu bei, dass der Mittelstand bei den Digitalkompetenzen der Beschäftigten auf der Stelle tritt. Das sind schlechte Nachrichten, denn wir befinden uns mitten in digitalen Strukturwandel. Zukunftsinvestitionen erfordern digitales Know-How", fasst Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW, zusammen.

 

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Autor: Cision Insights-Team 

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