Wenn das Jahr 2025 PR-Profis eines gelehrt hat, dann dies: „Mehr erreichen mit weniger“ ist längst keine Floskel mehr – es gehört zum Alltag. Ein sich wandelndes Medienumfeld, schrumpfende Redaktionen und stetig steigende Erwartungen aus dem Management treffen gleichzeitig aufeinander. Kommunikator:innen müssen schneller reagieren, Wirkung belegen und agil bleiben – oft mit begrenzten Ressourcen. Zum Jahresbeginn werfen wir daher einen Blick zurück auf 2025, so wie PR-Profis es am besten kennen: anhand von Zahlen.

Basierend auf Insights aus Gesprächen mit Tausenden PR-, Kommunikations-, Marketing- und Medienexpert:innen zeigen wir die wichtigsten Datenpunkte, die die Branche aktuell prägen, und was sie darüber verraten, wohin sich PR entwickelt.

 

Eine Branche unter Druck

Ein zentrales Thema zieht sich durch das gesamte Jahr: PR-Teams arbeiten am Limit – Entlastung ist nicht in Sicht. Laut dem aktuellen Inside PR 2026 Report:

  • Größte Herausforderung: 60 % der PR-Profis nennen die Volatilität der Medienlandschaft als größte Hürde.

  • Ressourcenknappheit: 58 % kämpfen mit begrenzten Budgets und Personalmangel.

  • Wahrnehmungslücke: 33 % der Führungskräfte halten ihre Teams für „extrem agil“, doch nur 14 % der Mitarbeitenden stimmen dem zu.

Echtzeitdaten, effizientere Workflows und Tools, die schnelles Handeln ermöglichen, sind heute essenziell. Immer mehr PR-Teams setzen daher auf KI-gestützte Lösungen, um Berichterstattung zu monitoren, Prozesse zu optimieren und fundierte Entscheidungen schneller zu treffen.

 

Den Wert der PR belegen

2025 reichte es nicht mehr aus, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Der Druck, den geschäftlichen Mehrwert von PR nachzuweisen, ist so hoch wie nie:

  • 73 % der PR-Profis zählen Markenbekanntheit zu ihren drei wichtigsten Zielen – dicht gefolgt von Umsatz- und Sales-Zielen, insbesondere auf Führungsebene.

  • Gleichzeitig sollen Kommunikationsverantwortliche den Business Impact ihrer Arbeit belegen (wie der 2025 Comms Report zeigt): 96 % verlassen sich stärker denn je auf Daten, doch 43 % haben Schwierigkeiten, daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Kurz gesagt: Markenbekanntheit bleibt zentral – doch erfolgreiche PR gelingt nur, wenn Storytelling mit messbaren Geschäftszielen verknüpft wird und kreative Kampagnen echten Mehrwert liefern.

 

Chancen durch KI und Automatisierung

Wenn es 2025 darum ging, das Potenzial von KI in der PR zu entdecken, wird es 2026 darum gehen, dieses voll auszuschöpfen. KI-gestützte Tools werden zunehmend leistungsfähiger und PR-Teams immer versierter im Umgang damit.

  • Größte Chance: 48 % sehen KI und Automatisierung als wichtigste Chance für 2026.

  • Beziehungsaufbau: 39 % betonen, dass der Schlüssel zum Erfolg in starken persönlichen Beziehungen zu Journalist:innen und Creator:innen liegt.

  • Nutzung: 92 % der PR-Teams setzen generative KI ein – vorwiegend für Content-Optimierung und personalisierte Pitches in größerem Umfang.

Die erfolgreichsten PR-Teams 2026 werden Tempo und Technologie mit Menschlichkeit verbinden – also Effizienz durch KI mit authentischem Storytelling und echten Beziehungen, um Vertrauen bei Medien und Zielgruppen aufzubauen.

 

Neue Spielregeln in der Medienarbeit

Der State of the Media Report 2025 zeigt deutlich: Auch Journalist:innen stehen unter zunehmendem Druck – mit spürbaren Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit PR.

  • Größte Herausforderungen: sich veränderndes Nutzungsverhalten der Zielgruppen (42 %), Glaubwürdigkeit im Zeitalter von „Fake News“ (40 %) sowie der Umgang mit neuen KI-Technologien (30 %).

  • Erfolgreiche Ansprache: 85 % der Journalist:innen bevorzugen eine E-Mail, die klar erklärt, warum eine Kontaktaufnahme sinnvoll ist. Weitere wirksame Ansätze: relevante Story-Ideen pitchen oder Einladungen zu Branchenevents.

  • Relevanz ist entscheidend: 86 % lehnen Pitches ab, die nicht zu ihrem Themengebiet oder ihrer Zielgruppe passen. Kurz, datenbasiert und zielgruppenorientiert – idealerweise mit fundierten Insights – bleibt der Goldstandard.

     

     

Skills und Tools, die PR voranbringen

Für den kommenden Inside PR 2026 Report haben wir fast 600 Branchenexpert:innen gefragt, welche Fähigkeiten und Technologien den Erfolg künftig bestimmen werden. Herausragende PR-Teams vereinen kreative und technische Kompetenzen.

  • Kritische Tools: 60 % bewerten Medienbeobachtung und -analyse als wichtigste Technologie.

  • Zentrale Skills: Strategisches Storytelling, Content Creation, strategische Planung und Media Relations stehen ganz oben – dicht gefolgt von Know-how in der KI-Integration.

Diese Ergebnisse verdeutlichen: Erfolgreiche PR ist heute gleichermaßen kreativ wie analytisch. Daten, Strategie und Story müssen zusammenspielen – in einem zunehmend komplexen Medienumfeld.

 

2025 hat gezeigt, wie rasant sich PR verändert. Teams balancieren knappe Ressourcen und steigende Erwartungen, nutzen KI und Analytics und bauen gleichzeitig belastbare Beziehungen zu Medien und Zielgruppen auf. Mit Blick auf 2026 werden Schnelligkeit, Insights und Authentizität darüber entscheiden, welche Kommunikationsteams erfolgreich sind.

Diese Zahlen sind mehr als Statistiken – sie sind ein Fahrplan für smarteres Arbeiten, besseres Storytelling und messbare, nachhaltige Wirkung.

 

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Cision Ressourcen

Inside PR Report 2026 (Englische Version)

Was kommt 2026 auf die PR-Branche zu? Der englischsprachige Report liefert datenbasierte Insights zu KI, Skills und Strategien.