Artikelserie Medienmonitoring: Kein Monitoring, ohne Medienanalyse

 

 

Mit der Digitalisierung der Medienlandschaft ist das Thema Big Data auch in die Kommunikation eingezogen. Dabei stellt sich die Herausforderung, was mit den gesammelten Daten passieren soll. Aus diesem Grund gehört die Medienanalyse der durch die Beobachtung traditioneller und sozialer Medien gesammelten Daten, unbedingt zum Monitoring dazu.   

 

Monitoring & Medienanalyse gehen Hand in Hand 

 

Vor dem digitalen Zeitalter waren es vor allem die Ausschnitt- bzw. Clipping-Dienste, deren Geschäftsmodell darin bestand, Hardcopy-Clippings zu erstellen, basierend auf den Suchbegriffen ihrer Kunden beruhte. D.h., dass die in Medien gefundene Berichterstattung mit der Schere ausgeschnitten und in Verbindung mit einem Daten-Blatt dem Kunden zugesandt wurde. 

Auch wenn es weiterhin Clipping-Dienste und Papier-Clippings gibt, so sind heutzutage Media-Monitoring-Firmen auch gleichzeitig Software-Unternehmen, die Medienanalyse-Services anbieten. Die Zusammenführung von Monitoring & Evaluierung von Medienberichterstattung wurde durch die Digitalisierung von Content ermöglicht. Da inzwischen alle Clips bis auf wenige Ausnahmen stets auch digital vorliegen, werden diese in Software-Lösungen, die den Kunden zugänglich sind, dargestellt. Dabei handelt es sich allerdings mehr als nur um digitale Datenbanken: Sie beinhalten neben Funktionen zur Erstellung und dem Teilen von Reportings vor allem auch zahlreiche Analyse-Möglichkeiten. Somit liefern Monitoring-Anbieter wie Cision nicht mehr nur Informationen über Abdrucke und Nennungen. Noch wichtiger – sie analysieren diese auch, nahezu in Echtzeit. Der Vorteil für den Kunden ist, dass er seine gesamte Medienbeobachtung & Analyse aus einer Hand abdecken lassen kann. Da alle Daten einmalig und aus einer einheitlichen Quelle erhoben werden, profitiert er demnach von Kosteneffizienz,  Datenkonsistenz und Synergien.. 

 

Dashboards zur Medienanalyse sind heute zumeist fester Bestandteil von Software-gestützten Medienmonitoring-Tools. Sie bieten einen schnellen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen und Tendenzen und lassen sich, wie bei der Communications Cloud, flexibel über Widgets, individuell anpassen.

 

Trotz KI – Menschliche Codierung bleibt der heilige Gral bei Analysen   

 

Auch bei PR- und Marketing-Software, wie der Cision Communications Cloud oder Brandwatch, kommt künstliche Intelligenz mittlerweile zum Einsatz, um das enorme Maß an Daten zu analysieren. Beispielsweise passiert das bei der  Tonalitätserfassung von Nennungen der Marke oder von Produkten oder beim so genannten Social Mining, dem Erkennen von Mustern in der Berichterstattung. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz ist dabei allerdings kein Garant für 100 % akkurate Daten, vor allem dort, wo Sarkasmus und Ironie genutzt wird oder ein Kontext nicht eindeutig erfasst werden kann.

Um Analysen zu erhalten, die alle Daten sauber darstellen und auswerten, bedarf es menschlicher Codierung. Hierbei validiert ein Mensch z.B. die Tonalität bis aufs Entitäten-Level des jeweiligen Textabschnitts oder codiert Clippings auf Unternehmensbotschaften, sodass in Analyse-Reports oder -Dashboards der Vergleich mit den Wettbewerbern (das sogenannte Benchmarking) oder der Erfolg von PR-Aktivitäten detailliert und verlässlich abgebildet werden kann. So können Kommunikatoren von PR-Abteilungen guten Gewissens Analyse-Reports auch dem Vorstand vorlegen und basierend auf den Daten Entscheidungen treffen. 

 

 

Hier geht es zu den vorherigen Teilen unserer Artikelserie zum Thema Medienmonitoring: 

 

➡️ Artikelserie Medienmonitoring - Teil 1: Die traditionelle Medienbeobachtung ist tot – Lang lebe die Medienbeobachtung

➡️ Artikelserie Medienmonitoring - Teil 2: Raus aus der Blase. Warum es ohne Trend-, Marktbeobachtung und Social Listening nicht mehr geht

➡️ Artikelserie Medienmonitoring - Teil 3: Wie Krisenmonitoring und Alerting Ihnen helfen, Krisen frühzeitig zu erkennen