Nachhaltigkeit in der Kommunikation: Was uns Medienanalysen sagen & wie sie helfen 

 

Nachhaltigkeit wird für alle Unternehmen immer mehr zum zentralen Erfolgsfaktor, denn die Natur, die Gesellschaft und Regulierungen fordern sie immer stärker ein. Die Kommunikation muss das Thema Nachhaltigkeit in ihre Konzepte und Aktivitäten integrieren. Doch das ist nicht immer einfach, denn gerade große Unternehmen sind nicht so nachhaltig, wie es sich die Stakeholder wünschen. Medienanalysen können die Wahrnehmung spiegeln und den Unternehmen wichtige Hinweise für die Kommunikation geben. 

 

Am besten lässt sich der Wert von Analysen an einem praktischen Beispiel belegen. Eine Auswertung der angelsächsischen Wirtschaftspresse mit Fokus auf die Energiebranche in den USA macht die wichtigsten Trends zum Thema ESG (Environmental, Social & Governance) sichtbar. Der „ESG In Energy Q2 report“ basiert u.a. auf 12.800 englischsprachigen Nachrichten sowie Blogs und Forenbeiträgen im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021, die sich mit den größten Unternehmen aus der Energiewirtschaft im ESG-Zusammenhang beschäftigen.

Die Analyse zeigt, dass sich im zweiten Quartal die Berichte aus der Energiebranche auf den wachsenden Druck fokussierten, die Emissionen zu reduzieren. Wie können sich die traditionellen Energiekonzerne in einer Welt mit schwindenden Ölressourcen und zunehmendem Bewusstsein für die Auswirkungen des Klimawandels neu aufstellen und überleben, fragte die New York Times. 


Sich dem Negativen stellen, das Positive hervorheben

Die Unternehmen müssen sich den Themen stellen, welche die Journalisten an sie herantragen, und machen das auch – obwohl fast alle führenden Energieunternehmen in kritischen Artikeln genannt wurden, in denen auf die schädlichen Auswirkungen ihrer Industrie hingewiesen wurde. Wenn sich die Medien mit den Herausforderungen des Klimawandels beschäftigen, nennen sie beispielsweise die Energiekonzerne, die von Gerichtsverfahren wegen zu hoher Emissionen betroffen sind. Das kann der beste Unternehmenssprecher nur einordnen, nicht vermeiden.

Die Unternehmen selbst wollen allerdings positive Themen besetzen: Exxon nahm zwei Aktivisten in den Vorstand auf, schlug ein 100-Milliarden-Dollar-Projekt zur CO2-Abscheidung vor und Shell zeigte auf, wie mit Investitionen in grüne Energien die Emissionen weiter reduziert werden können. Eine überwiegend positive Berichterstattung zum Klimawandel erzielten die Unternehmen mit Themen wie Vereinbarungen für eine nachhaltigere Unternehmenspolitik, der Einhaltung des „Green Guide“ und die Vorstellung von Innovationen im Bereich erneuerbarer Energien. 

 

 

Der Klimawandel beherrschte die Berichterstattung im zweiten Quartal übergreifend, was sich in den Berichten über die Unternehmen Exxon oder Chevron in etwa spiegelt. Größere Ausreißer gibt es nicht.

 

Trendsetter im Bereich ESG 

Übrigens: Zu den wichtigsten KPI-Leistungsmerkmalen (Key Performance Indicator) bei der Unternehmensbewertung gehört zunehmend das nachhaltige Investment nach ESG-Kriterien (Environmental, Social & Governance). Acht Unternehmen ragten hier mit ihren Initiativen in den Jahren 2020 und 2021 aus der Masse heraus und gehören deshalb zur Gruppe „Eight ESG Trendsetters to watch“: Blackrock, Cisco, Verizon, Apple, Bank of America, Home Depot, American Express, NextEra Energy. Wenn ein Unternehmen mit solchen Auszeichnungen werben kann, stärkt das die Reputation.

Erfahren Sie mehr über die „Eight ESG trendsetters to watch“ und laden Sie sich die kompletten Informationen herunter

 

Sehr große Ohren dürften die Unternehmen bei Berichten bekommen, die ihnen die Handlungshoheit absprechen: Der Druck, sich stärker für saubere Energie zu engagieren, kam bei Exxon, Chevron und Shell von den Aktionären, die eine Reduzierung der Emissionen und eine Diversifizierung weg von Öl und Gas forderten, nicht von der Unternehmensleitung. Exxon widersetzte sich den Investoren, die von Öl und Gas auf nachhaltigere Ressourcen umsteigen wollten. Solche Handlungen müssen die Kommunikatoren gut einordnen, um Souveränität zu wahren. Argumentationen müssen genau analysiert werden.

 

„ESG in Energy Benchmark“: Exxon liegt bei der Berichterstattung vorn

Die Gesamtreichweite der ESG-Nachrichten im Energiebereich ging im zweiten Quartal zurück, nachdem zuvor noch viel darüber spekuliert worden war, wie die Branche auf die wachsenden Bedenken hinsichtlich des Klimawandels reagieren würde. Exxon führt die Berichterstattung im „Share of Voice“ an.

 

 

Erfahren Sie alle Details mit dem „ESG In Energy Q2 report“ und laden Sie sich die kompletten Informationen herunter: [LINK einfügen]